Katerstimmung nach den beiden deutschen Pleiten in der Nations League. 1:2 gegen Portugal, 0:2 gegen Frankreich. Für Sky-Experte Didi Hamann (51) war „die gesamte deutsche Mannschaft in der Endrunde in allen Mannschaftsteilen unterlegen und zum Teil auch überfordert“, schreibt der Ex-Profi in seiner Sky-Kolumne.

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Dabei geht der frühere Bayern- und Liverpool-Profi explizit auch auf Abwehrspieler Jonathan Tah (29) ein, der von Bayer Leverkusen zum FC Bayern wechselt. Hamann fragt, nachdem der Innenverteidiger in den Nations-League-Partien „nicht so sattelfest wie gewohnt“ gespielt habe: „Inwieweit kann Tah also wirklich dem FC Bayern weiterhelfen?

Der 51-Jährige gibt zu, dass es „nicht fair“ wäre, „Tahs Leistungsvermögen an diesen zwei Spielen festzumachen.“ Doch er sagt auch, es „wird sich zeigen, wie sehr er den Münchnern wirklich weiterhelfen kann.“ Den Grund dafür sieht Hamann vor allem in der personellen Besetzung des Bayern-Kaders – den er gegenüber dem Leverkusener besonders im Mittelfeld offenbar schwächer besetzt sieht.

Hamann sagt: „Schließlich hat Tah in Leverkusen hinter einem der besten Bundesligaspieler der vergangenen zwei Jahre gespielt – nämlich hinter Granit Xhaka. Der Schweizer hat mit Exequiel Palacios oder Robert Andrich ein defensiv sehr stabiles Mittelfeld-Duo gebildet, von dem Tah profitiert hat. So eine Stabilität strahle das bayerische Mittelfeld in den letzten Jahren hingegen nicht aus.“

Deswegen werde es „spannend zu sehen sein, ob Tah wirklich der neue Abwehrchef an der Isar wird. Stand jetzt bleibe ich skeptisch, ob er wirklich die bayerischen Defensivprobleme der letzten Jahre lösen kann.“

Tah war 2015 vom HSV nach Leverkusen gewechselt, hat sich dort zum Leistungsträger und Nationalspieler entwickelt. 2024 gewann er mit Bayer das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

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