Bei ihm ist jedes Spiel großes Theater.
Vinicius Jr. als emotionalen Spieler zu bezeichnen, wäre wohl noch eine Untertreibung. Der extrovertierte Brasilianer von Real Madrid spaltet mit seinem Verhalten auf dem Platz die Meinung der Fans – insbesondere nach diesem Clasico …
Beim 2:1-Sieg der Königlichen gegen den FC Barcelona überzeugte er sportlich, zeigte zahlreiche starke Aktionen, sorgte dann aber auch für Kopfschütteln, als er nach seiner Auswechslung schimpfte und mit einem Real-Abgang drohte („Ich verlasse dieses Team!“), sich nach Abpfiff mit mehreren Barça-Stars anlegte, zurückgehalten werden musste.
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Nach der Partie äußerte sich der Brasilianer über die sozialen Netzwerke zum Clasico, schrieb: „Ich habe eine Botschaft an alle Madridista, besonders an die, die ins Bernabeu gekommen sind und uns dort leidenschaftlich unterstützt haben. So ist der Clasico nunmal, es passieren viele Dinge auf und neben dem Platz. Wir versuchen immer, die Kontrolle zu behalten, aber das ist nicht immer möglich. Wir wollten niemanden beleidigen, weder die jungen Spieler noch die Fans. Wir wissen, dass wir unsere Rolle spielen müssen, sobald wir den Platz betreten, und das ist heute passiert. Hala Madrid!“
Insbesondere nach dem Abpfiff hatten die Stars der beiden spanischen Erzrivalen ihre Rollen gespielt, es gab eine riesige Rudelbildung, in der auch Vinicius mitmischte. Der Flügelspieler schimpfte unter anderem auf Barças Lamine Yamal ein, machte mit der Hand eine „Rede-Geste“ – weil der Jung-Star der Katalanen vor der Partie gegen Real gestichelt hatte. Spanischen Medienberichten zufolge soll Yamal daraufhin gesagt haben, dass Vini Jr. in den Spielertunnel kommen solle, um das zu klären.
Real-Trainer und Disziplin-Fanatiker Xabi Alonso (43) dürfte das Verhalten des Brasilianers kaum gefallen haben. Den Ärger bei Vinis Auswechslung kommentierte der Coach mit den Worten: „Ich will mich lieber auf die schönen Dinge konzentrieren, auf das, was gut gelaufen ist. Wir haben viele Sachen gut gemacht, und Vini war ein wichtiger Teil davon, er hat es sehr gut gemacht. Wir werden natürlich über seine Reaktion sprechen, ganz sicher werden wir das. Aber wir werden das intern machen.“

