Seine Karriere war vielversprechend, als das Leipziger Eigengewächs Nils Greilich im Jahr 2024 vom HC Elbflorenz zurück zum SC DHfK kam und in der Bundesliga hinter Kapitän Lukas Binder auf seiner Position auf Linksaußen weiter reifen sollte. Das klappte zunächst gut. Greilich wurde gar zum U21-Nationalspieler.
Handball: Leipziger für drei Monate nach Hamm
Inzwischen findet er sich jedoch in der 2. Mannschaft wieder, die in der 3. Liga spielt. Zunächst hatte ihn Ex-Trainer Runar Sigtryggsson aussortiert, der nach eigenen Aussagen mit dessen Trainingsleistungen nicht zufrieden war. Doch auch unter dessen Nachfolger Raul Alonso spielt er keine Rolle mehr.
Der Klub sortierte Greilich bereits vor dem ersten Training aus und holte stattdessen Talent Tom Koschek (18) vom VfL Gummersbach. Bastian Roscheck begründete das in der Leipziger Volkszeitung so: „Über seine Entwicklungsfelder hatten wir die ganze Saison über einen offenen Austausch – und dass Entwicklung im Sport nicht immer linear verläuft, zählt leider genauso dazu. Entsprechend werden wir Nils bei seiner Entwicklung auch weiterhin unterstützen – unabhängig davon, ob er diese bei uns im Verein oder an anderer Stelle weiterführen möchte.”
Nach Informationen von SPORTBILD wird dies demnächst an anderer Stelle sein. Der ASV Hamm-Westfalen, gerade aus der 2. Liga abgestiegen, hat aktuell arge Verletzungsprobleme auf Linksaußen und hat beim Klub wegen Greilich angefragt. Eine Leihe von zunächst drei Monaten ist im Gespräch. Das wurde nun auch bestätigt. Roscheck: „Für Nils ist das ein sehr guter Schritt. Beim ASV Hamm-Westfalen kommt er in ein maximal professionelles Umfeld. Ich bin mir sicher, dass ihn diese Herausforderung in seiner Entwicklung weiterbringen wird.“
Vielleicht wird daraus ja auch mehr. Greilich soll jedenfalls großes Interesse an einer Luftveränderung haben.

Rechtsaußen Anton Voß (18) inmitten der Gratulanten auf dem Leipziger Hauptbahnhof
Indes hat der SC DHfK seinen U19-Weltmeister Anton Voß zurück in Leipzig empfangen. Auf dem Hauptbahnhof überraschten ihn Mannschaft, Familie und Weggefährten. Von Nachwuchschef Matthias Albrecht gab es zudem ein Geschenk, in dem unter anderem ein Amazon-Gutschein war.


