Die Daikin Handball-Bundesliga hat einen enorm wichtigen Standort bis auf Weiteres verloren. Der SC DHfK Leipzig steht als erster Absteiger aus der Eliteliga auch rechnerisch fest, das Fernduell zwischen der HSG Wetzlar (gegen den SC Magdeburg) und GWD Minden (in Leipzig) entscheidet am Sonntag (15 Uhr, live bei Dyn) über den zweiten Absteiger.
Für die Leipziger hat der Abstieg nicht nur sportliche Folgen. Ihr Geschäftsführer Karsten Günther muss jetzt um seine Position als einer von zwei Beisitzern der 1. Liga im Präsidium der Handball-Bundesliga (HBL) bangen.
Handball: Klub-Boss droht Abflug aus Liga-Präsidium
In der für jedermann einlesbaren HBL-Satzung steht unter Punkt 5 des [–>Paragrafen 20 Präsidium[–>: „Scheidet ein Mitglied des Präsidiums aus dem Präsidium aus, entweder durch Rücktritt, Abberufung oder Abstieg seines Vereins bzw. wirtschaftlichen Trägers aus der 2. Bundesliga, wird auf der nächsten Mitgliederversammlung eine Ersatzwahl für die restliche Dauer der Amtszeit des Ausgeschiedenen vorgenommen. [–>Eine Ersatzwahl kann auch dann vorgenommen werden, wenn der Verein bzw. wirtschaftliche Träger eines gewählten Erstligavertreters in die 2. Bundesliga absteigt[–> bzw. der Verein oder wirtschaftliche Träger eines Zweitligavertreters in die Bundesliga aufsteigt oder wenn ein Präsidiumsmitglied in eine andere Spielklasse wechselt.“
Leipzig-Boss Günther ist neben Eike Korsen von der TSV Hannover-Burgdorf einer von zwei gewählten Beisitzern aus der 1. Liga, Präsident ist Kiels Ex-Manager Uwe Schwenker. Dass Punkt 5 des Paragrafen 20 eine „Kann-Regelung“ beinhaltet, könnte Günthers Posten im Präsidium allerdings retten. Denn ein williger Nachfolger muss erst mal identifiziert werden, um eine Wahl des Ersatzmanns in der nächsten Mitgliederversammlung Anfang Juli angehen zu können.
Die insgesamt acht Mitglieder des HBL-Präsidiums sind aktuell: Uwe Schwenker (Präsident), Gerd Hofele (Vizepräsident Finanzen), Marc-Henrik Schmedt (Vizepräsident 1. Liga), Eike Korsen (Beisitzer 1. Liga), Karsten Günther (Beisitzer 1. Liga), Björn Barthel (Vizepräsident 2. Liga), Sebastian Glock (Beisitzer 2. Liga) und Jan Gorr (Beisitzer 2. Liga).

