Vor anderthalb Wochen musste Star-Coach José Mourinho bei Fenerbahce seine Sachen packen. Jetzt packt Klub-Präsident Ali Koç (58) aus und erklärt, warum der Portugiese gefeuert wurde.

Koç gab gegenüber „Hurriyet“ zu: „ Es war eine schmerzhafte Trennung. Wir haben uns gut verstanden, seine Erfolge sind offensichtlich. Es war schon ein großer Erfolg, ihn überhaupt hierher zu holen. Vor allem war es schwer, mich von jemandem zu trennen, der mein Freund war.“

Aber: „Als wir ihn als Trainer holten, wussten wir, dass er defensiv ausgerichteten Fußball spielen würde. Aber am Ende der Saison haben wir darüber gesprochen, dass wir dominanter spielen müssen. 99 Tore und 99 Punkte zu holen, liegt in unserer DNA.“

Viele waren davon ausgegangen, dass das Verpassen der Champions League ausschlaggebend für das Mourinho-Aus gewesen war. Im Qualifikations-Play-off gegen Benfica Lissabon hatte Fener knapp das Nachsehen, verlor über Hin- und Rückspiel mit 0:1.

Fener-Präsident Ali Koç (damals 57) bei der Trauerfeier für den früheren Bundesliga-Trainer Christoph Daum (†70) im September 2024

Foto: Federico Gambarini/dpa

Doch Koç betont: „Das Ausscheiden gegen Benfica war kein Problem, aber die Art und Weise, wie wir ausgeschieden sind, war inakzeptabel. Das gab mir das Gefühl, dass sich der Fußball des letzten Jahres fortsetzen würde. Da wir an diesem Punkt angelangt waren, haben wir uns von ihm getrennt, weil wir glauben, dass diese Mannschaft besseren Fußball spielen kann. Dieser Fußball funktioniert in Europa, aber in der Türkei müssen wir in den meisten Spielen dominieren.“

In der abgelaufenen Saison wurde Fenerbahce unter Mourinho Vizemeister, holte 84 Zähler mit 90 geschossenen Toren. Allerdings konnte man kein Spiel gegen die Top-5 der Liga gewinnen und verlor beide Heimspiele (Liga und Pokal) gegen Erzrivale Galatasaray. Auch diese Tatsachen dürften für Mourinhos Entlassung gesprochen haben.

Der Portugiese wird jetzt mit einer Rückkehr in die Premier League in Verbindung gebracht.

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