Zum Glück ist es jetzt vorbei, es gibt keine weitere Instanz mehr. Die Handball-Bundesliga (HBL) riskiert so nicht den Pleiten-Hattrick vor Sportgerichten. Der Doppel-Fall Rhein-Neckar Löwen und TV Hüttenberg gilt somit als abgeschlossen. Die HBL hatte den Rhein-Neckar Löwen und dem TV Hüttenberg die jeweiligen Siege gegen den TBV Lemgo Lippe (22. Spieltag, 20. Februar) und TuSEM Essen (19. Spieltag, 15. Februar) aberkannt, weil bei jeweils einem Spieler beider Vereine keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung bei der HBL vorgelegen hatte.
Nächste Gerichts-Klatsche für Handball-Bundesliga
Zuerst hatten die Löwen und Hüttenberg fristgerecht Einspruch gegen die HBL-Entscheidung eingelegt. Die 2. Kammer des Bundessportgerichts erkannte diese Einsprüche an und bestätigte damit also die ursprünglichen Punktvergaben. Dagegen legte wiederum die HBL fristgerecht Einspruch ein und verlor ein mal mehr, denn das Bundesgericht wies die Revision in beiden Fällen zurück. Begründung: „Die Entscheidung des Bundessportgerichts über die Aufhebung des Bescheids der Spielleitenden Stelle vom 18. Februar 2026 ist nicht zu beanstanden. Die Voraussetzungen der streitgegenständlichen Verlustwertung aufgrund fehlender Teilnahmeberechtigung des Spielers lagen nicht vor.“ Das Urteil ist rechtskräftig.
„Die Punkte bleiben in Hüttenberg“, freut sich Hüttenbergs-Geschäftsführer Timm Schneider. Der Ex-Profi weiter: „Mit dem Urteil des Bundesgerichtes haben wir nun Klarheit und freuen uns, dass die sportlich erkämpften Punkte nicht entzogen werden. Das Bundesgericht ist einem sehr vernünftigen Urteil der Vorinstanz gefolgt, das auch im Sinne unseres Sportes war. Wir danken insbesondere unserem Rechtsanwalt Helge-Olaf Käding für seine Expertise und die klugen Argumente, die einerseits zu einem positiven Ergebnis für uns und den Sport geführt haben und zudem die HBL zu konkreteren und unmissverständlichen Regelungen gemahnt haben.“
Löwen-Boss Holger Bachert: „Es ist gut, dass wir jetzt Klarheit haben. Für uns war von Beginn an entscheidend, dass die rechtliche Grundlage sauber geprüft wird. Eine Eindeutigkeit und Weiterentwicklung im Regelwerk sind wichtig, damit solche Fälle in Zukunft hoffentlich nicht mehr eintreten.“

