Hat sie wirklich zugeschnappt?

Frankreich schlägt Irland im Viertelfinale der Rugby-Weltmeisterschaft der Frauen mit 18:13 – doch nach dem Spiel sorgte eine Szene für Riesen-Wirbel. Denn: Eine französische Spielerin soll ihre irische Gegnerin gebissen haben!

Was ist passiert?

TV- und Fotoaufnahmen zeigen, wie die französische Flügelspielerin Axelle Berthoumieu (25) während des Spiels im Sandy Park in Exeter offenbar in den Arm der irischen Spielerin Aoife Wafer (22) beißt.

Die Französin Charlotte Escudero versucht Aoife Wafer (l.) zu stoppen

Foto: CameraSport via Getty Images

Fakt ist: Die irische Kapitänin Sam Monaghan (32) sprach die Schiedsrichterin während der Niederlage auf Bissvorfall an und sagte, ihre Teamkollegin Wafer habe angegeben, von Berthoumieu gebissen worden zu sein.

Auf einem Video des englischen Senders BBC zu dem Vorfall, ist Berthoumieu am Boden eines Gedränges zu sehen. Dabei berührt zumindest ihr Mund den Arm von Wafer. Anschließend zeigt Wafer ihren Arm der Schiedsrichterin Aimee Barrett-Theron.

Monaghan nach dem Spiel: „Ich habe mit der Schiedsrichterin gesprochen. Aoife hat es mir erzählt. Ich habe es selbst nicht gesehen, aber ich habe mit der Schiedsrichterin gesprochen und sie dazu befragt.“

Allerdings: Der Video-Schiri (TMO) bei dem Viertelfinalspiel hat offenbar keine zusätzliche Überprüfung des Vorfalls gemeldet. Bedeutet: Berthoumieu wurde nicht bestraft.

Noch wäre es möglich, dass Irland eine erneute Überprüfung des Vorfalls beantragt. Aber auch das würde nichts an seinem Ausscheiden aus dem Turnier ändern.

Axelle Berthoumieu, hier beim Spiel der Französinnen gegen Südafrika, ist seit 2022 Nationalspielerin

Axelle Berthoumieu, hier beim Spiel der Französinnen gegen Südafrika, ist seit 2022 Nationalspielerin

Foto: IMAGO/Inpho Photography

Auch der irische Trainer Scott Bemand (46) wurde nach der 18:13-Niederlage seiner Mannschaft zu der Biss-Attacke befragt.

Der Ex-Spieler, der seit 2023 die irischen Frauen trainiert, kommentierte: „Ich denke, was den Ablauf angeht, würde der Spielführer auf dem Platz dies dem Schiedsrichter melden. Dann liegt es an den Teamverantwortlichen, sich darum zu kümmern, wenn sie es zu diesem Zeitpunkt für angebracht halten.“

Er selbst habe die Szene nicht gesehen, sagte Bemand. Allerdings hätte er mit seinen Trainer-Kollegen „den Prozess aus unserer Sicht in Bezug auf die Gespräche auf dem Spielfeld so gut wie möglich verfolgt“.

Die Drama-Schlussphase: Hier werden wir Europameister!

Teaser-Bild

Quelle: Magenta Sport

ttn-36