Der Weltmeister zu SPORT BILD: „Im Klub herrscht bessere Stimmung, seit Niko Kovac (53) auf dem Trainerstuhl sitzt. Nach Edin Terzic (42) und Nuri Sahin (36) tut es dem BVB sichtlich gut, dass der Coach dieses Mal von außen kommt. Kovac hat Impulse gesetzt, die nach einer schwierigen Übergangsphase nun greifen. Er hat klare Regeln eingeführt, an die sich die Spieler halten müssen, wollen sie endlich mal wieder eine konstante Saison spielen.“
Und weiter: „Kovac hat auch eine klare Hierarchie vorgegeben, die den Spielern Halt gibt und an der eine Mannschaft wachsen kann. Die Entscheidung für die Dreierkette passt zum Spielermaterial, gerade Waldemar Anton (29) hat im Zentrum seine Stärken und kann so dem Team besser helfen. Kovac kann Erfolge vorweisen, hat als Trainer und Spieler die Bundesliga gewonnen. Das sorgt unter den Spielern für Respekt und kann bei Dortmund vielleicht die so nötige Siegermentalität entstehen lassen.“
Matthäus glaubt sogar, dass der BVB ganz oben angreifen kann – wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind: „Die Chefetage hat es vorgemacht. Geschäftsführer Lars Ricken (49) und Sportdirektor Sebastian Kehl (45) scheinen nun in ihren Rollen besser angekommen zu sein. Gelingt es nun auch den Spielern, das Auf und Ab der letzten Jahre zu beenden und eine stabile Saison hinzulegen, ist sogar mehr als die Vizemeisterschaft drin.“
Weltmeister Lothar Matthäus
Dafür muss aber auch auf dem Transfermarkt noch etwas passieren. Matthäus hat eine Schwäche bei der Borussia ausgemacht: „Im Sturm ist mir Dortmund noch zu sehr von Serhou Guirassy (29) abhängig. Für ihn und seine Tore gibt es im Kader keine echte Alternative. Sebastian Haller (31) soll weiterhin abgegeben werden. Youssoufa Moukoko (20) wurde an den FC Kopenhagen verkauft. Sollte Guirassy ausfallen, wäre das mit dem aktuellen Kader nicht zu kompensieren.“


