Eine Woche nach dem Saisonende steigt mit dem Final4 der Champions League (14./15. Juni) der letzte Handball-Höhepunkt in der Kölner Lanxess-Arena. Beide deutsche Teilnehmer sind dabei.
Die Füchse Berlin treffen auf HBC Nantes (Frankreich), der SC Magdeburg auf den FC Barcelona. Mittelfristig ist es denkbar, dass es wie im Final4 der European League sogar drei Klubs aus der HBL bis in das Abschluss-Wochenende der Königsklasse schaffen. Offensichtlich plant die Europäische Handballföderation eine Reform des Wettbewerbs.
Drei HBL-Plätze in der Handball-Champions-League?
Frank Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga deutet genau das an. Der erfahrene Liga-Boss über eventuelle Änderungen in der Königsklasse: „Da wird ja gerade viel darüber diskutiert. Wie wird die Champions League reformiert? Möglicherweise wird es ja demnächst auch mehr Teams geben.“
Bohmann weiter: „Dann vielleicht auch eine Mannschaft mehr aus Deutschland. Das täte dem Wettbewerb gut – und da werden wir auch ein bisschen dran arbeiten.“
Auch zur European League hat Bohmann eine klare Meinung: „Ich würde mir wünschen, dass wir auf Dauer hier noch eine spanische Mannschaft haben, eine skandinavische Mannschaft oder auch eine osteuropäische Mannschaft. Das würde dem Wettbewerb guttun.“
Beim Final4 der European League waren mit dem späteren Sieger SG Flensburg-Handewitt, dem THW Kiel und der MT Melsungen drei deutsche Spitzenklubs vertreten. Bohmann: „Für die Veranstaltung wäre eigentlich zu wünschen, für den Wettbewerb wäre zu wünschen, dass wir noch zwei, drei Mannschaften mehr haben, die mit auf Augenhöhe agieren.“
Der Liga-Chef glaubt nämlich: „Denn das will der Fan gar nicht unbedingt sehen, dass wir hier fast ein rein deutsches Finale haben.“ Dazu kam es diese Saison überraschend nicht, Kiel flog im Halbfinale gegen Montpellier HB raus.


