Endspurt in der Vorrunde der Handball-WM!
Beim Turnier in Dänemark, Norwegen und Kroatien lösen zwei Außenseiter ihr Ticket für die Hauptrunde, die am Dienstag beginnt. Chile und Kap Verde sind dabei. Japan und Kuba müssen in den President’s Cup, der die Platzierungen von 25 bis 32 ausspielt.
Japan – Chile 26:31
Aufreger-Szene in der 13. Minute:[–> Die Japaner im Angriff. Beim Körperkontakt mit dem Asiaten Kotaro Mizumachi lässt sich der Chilene Erwin Feuchtmann plötzlich nach hinten fallen, reißt dabei die Arme hoch. Die Schiris gehen ihm nicht auf den Leim! Stattdessen greifen sie knallhart durch: Zwei-Minuten-Strafe für eine Schwalbe!
Zu diesem Zeitpunkt ist es schon die zweite Zeitstrafe für den besten Chilenen (96 Länderspiele). Die Erste bekam er für einen Kopftreffer des japanischen Torwarts.
Ein Blick von der Hintertorkamera auf die Szene: Feuchtmann (Nr. 4) reißt die Arme hoch, lässt sich nach hinten fallen
Schon gegen Schweden wurde Feuchtmann für eine ähnliche Schwalben-Aktion bestraft. Die klare Ansage für die Schiedsrichter bei dieser WM: Mit allen Mitteln gegen Theatralik und Schauspielerei vorgehen!
Feuchtmann, der deutsch-chilenische Wurzeln hat, spielte in der Bundesliga bereits für Gummersbach und Lemgo.
Torwart völlig verwirrt: Das bislang verrückteste Tor der WM
In der 43. Minute kriegt auch Esteban Salinas eine Zeitstrafe verpasst — weil er sich in der eigenen Deckung bei einem Zusammenprall mit einem Japaner überzogen fallen ließ.
Dabei haben die Chilenen solche fiesen Tricks gar nicht nötig gegen körperlich unterlegende Japaner. Nur kurz ist die Partie in der Schlussphase der ersten Hälfte offen, dann ziehen die Südamerikaner die Zügel an und liegen nach 42 Minuten mit 23:15 vorentscheidend vorn. Am Ende wird es noch mal kurz spannend, aber die Japaner kommen nicht mehr ran.
Bei den bisherigen sieben Teilnahmen an einer WM hat Chile es nicht einmal geschafft, die Hauptrunde zu erreichen. Jetzt sind sie weiter!
Feuchtmann (erste WM 2011) kommt am Ende übrigens auf neun Tore, wird zum „Player of the Match“ gekürt.
Kuba — Kap Verde 28:38
Zwei Spiele, zwei Pleiten — das ist die Bilanz von beiden Teams vor dem Spiel in der Gruppe mit Slowenien und Island. Im „Finale“ um Platz drei setzen sich die Kap Verde im allerersten Duell dieser beiden Teams am Ende verdient durch.
Alexandre Pereira ist mit acht Treffern bester Torschütze der Kap Verde.
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