Der harte Euro-Cut hat einige Opfer gefordert!

29 Tage vor dem Start der Handball-Europameisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden (15.1. bis 1.2.2026) hat Bundestrainer Alfred Gíslason (66) seinen 35er-Kader reduziert und in Dortmund sein finales EM-Team (18 Profis) nominiert.

Angeführt wird die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) von Kapitän Johannes Golla (28/Flensburg) und Torwart Andreas Wolff (34/Kiel). Gíslason setzt vor allem auf das Personal, das 2024 in Paris olympisches Silber gewann – insgesamt elf Profis sind noch dabei.

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„Ich bin extrem gespannt auf den kommenden Januar“, erklärt Gíslason. „Wir haben eine gewachsene, aber weiterhin sehr junge Mannschaft. Für diese Europameisterschaft müssen wir schnell auf unser Top-Niveau kommen, denn der Modus verzeiht bei diesen Gegnern keine Fehler.“

Was auffällt: Der Isländer setzt großen Wert auf eine kompakte Defensive! [–>Mit Tom Kielser (24/Gummersbach), der Ende Oktober seine DHB-Premiere feierte, hat Gíslason einen Abwehr-Spezialisten nominiert. Für Kiesler, Mathis Häseler (23), Miro Schluroff (25/alle Gummersbach) und Matthes Langhoff (23/Berlin) ist die EM das erste große internationale Turnier.

Der Fokus auf die Verteidigung – auch ein Grund, warum sich der Bundestrainer bei seiner Linksaußen-Nominierung für den Kieler Rune Dahmke (32) entschied und gegen Tim Freihöfer (23). Der Berliner hatte in der vergangenen Saison mit 210 Toren (111 Siebenmeter) seinen Anteil am Gewinn der Meisterschaft. In dieser Spielzeit trumpft Freihöfer bislang nicht so stark auf (61 Tore in 17 Spielen, davon 29 Siebenmeter).

Auf wen Gislason verzichtet: Überraschung im deutschen Handball-EM-Kader!

Stark:[–> Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im DHB spiegelt sich auch im EM-Kader wider. Sechs Profis, die 2023 in Berlin U21-Weltmeister wurden, sind dabei (Späth, Lichtlein, Fischer, Uscins, Häseler, Langhoff).

Top: [–>Der VfL Gummersbach hat mit Kielser & Co. insgesamt vier Spieler im Kader. Kai Häfner (36/Stuttgart), der nach den Olympischen Spielen 2024 seine internationale Karriere beendet hatte, steht bei der EM für den Notfall bereit. Der Linkshänder, Europameister 2016, wurde in den 35er-Kader aufgenommen, gehört aber nicht zum finalen EM-Tross.

Hat eine EM-Medaille als Ziel! Weltklasse-Torwart Andreas Wolff (34) ist der erfahrenste Profi im Kader

Hat eine EM-Medaille als Ziel! Weltklasse-Torwart Andreas Wolff (34) ist der erfahrenste Profi im Kader

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Andreas Wolff, neben THW-Kollege Rune Dahmke (32) – der als Defensiv-Experte den Vorzug vor Berlins Tim Freihöfer (22) bekam – und Kreis-Krake Jannik Kohlbacher (30/R.-N-Löwen) einer von drei Europameistern von 2016, ist der älteste Profi im Kader, Rückraum-Riese Marko Grgic (22/Flensburg) der jüngste. Das Durchschnittsalter liegt bei 26,0 Jahren.

Abwehr-Chef, Kreis-Kante und Torjäger: Johannes Golla (28/Flensburg) führt die DHB-Auswahl als Kapitän an. Für Golla ist es die vierte EM-Teilnahme

Abwehr-Chef, Kreis-Kante und Torjäger: Johannes Golla (28/Flensburg) führt die DHB-Auswahl als Kapitän an. Für Golla ist es die vierte EM-Teilnahme

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Justus Fischer (22/Hannover) ist aktuell noch verletzt – Muskelfaserriss. Beim DHB ist man aber zuversichtlich, dass der Kreisläufer bis zum ersten EM-Spiel gegen Österreich (15.1.) wieder voll einsatzfähig ist.

Gíslason startet mit seinem Team am 4. Januar in Hannover in die finale EM-Vorbereitung. Nach dem Doppeltest gegen den WM-Zweiten Kroatien (8.1. in Zagreb, 11.1. in Hannover) erfolgt am 13. Januar der Umzug ins EM-Quartier nach Silkeborg (Dänemark).

Beim „Technical Meeting“ am 14. Januar im Vorrunden-Spielort Herning muss sich der DHB dann final festlegen, mit welchem Kader er ins Turnier startet. Bis zu 18 Spieler können gemeldet werden, aus denen für die jeweiligen Partien am Spieltag 16 ausgewählt werden müssen. Während der EHF EURO 2026 sind insgesamt sechs Wechsel möglich – jeweils zwei während der Vor-, Haupt- und Finalrunde. Basis hierfür ist der 35er-Kader.

Juri Knorr (25) ist der einzige Profi im DHB-Kader, der nicht in der Daikin Handball-Bundesliga spielt. Für Knorr, bei Aalborg HB unter Vertrag, wird die EM quasi zum Heimspiel

Juri Knorr (25) ist der einzige Profi im DHB-Kader, der nicht in der Daikin Handball-Bundesliga spielt. Für Knorr, bei Aalborg HB unter Vertrag, wird die EM quasi zum Heimspiel

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Deutschland trifft in der Jyske Bank Boxen bei der EM auf Österreich (15.1.), Serbien (17.1.) und Spanien (19.1., jeweils 20.30 Uhr). Die ersten beiden Teams erreichen die Hauptrunde, die ebenfalls in Herning ausgetragen wird. Sollte der angepeilte (Pflicht-)Wurf in die Hauptrunde gelingen, droht dort die Hammer-Gruppe mit Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, dem WM-Vierten Portugal und Norwegen.

„Wir müssen vom ersten Spiel an voll konzentriert sein und absolut alles geben. Es könnte passieren, dass man trotz nur zwei Niederlagen im gesamten Turnier das Halbfinale verpasst“, erklärte der Bundestrainer vor der Nominierung.

Der deutsche 18er-Kader für die EM 2026

Tor:[–> David Späth (23/Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (34/THW Kiel)

Linksaußen:[–> Rune Dahmke (32/THW Kiel), Lukas Mertens (29/SC Magdeburg)

Rückraum links:[–> Marko Grgic (22/SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (24/VfL Gummersbach), Julian Köster (25/VfL Gummersbach), Matthes Langhoff (23/Füchse Berlin), Miro Schluroff (25/VfL Gummersbach)

Rückraum Mitte:[–> Juri Knorr (25/Aalborg Handbold), Nils Lichtlein (23/Füchse Berlin)

Rückraum rechts:[–> Franz Semper (28/SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (23/TSV Hannover-Burgdorf)

Rechtsaußen:[–> Mathis Häseler (23/VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (29/THW Kiel)

Kreis:[–> Justus Fischer (22/TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (28/SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (30/Rhein-Neckar Löwen)

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Quelle: BILD/Dyn

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