Die Mega-Serie geht weiter!
Der THW Kiel feiert den neunten Pflichtspielsieg in Serie, knallt Aufsteiger SG Bietigheim nach einer deutlichen Steigerung nach der Pause 38:29 (19:18) weg und bleibt mittendrin im Titelrennen. Gejubelt wurde aber nicht nur deshalb.
Handball: THW Kiel feiert neue Verträge von Pekeler und Duvnjak
Spielen konnte er wegen seiner Daumenverletzung nicht. Dennoch war Hendrik Pekeler (33) der gefeierte Star in der Wunderino-Arena. Der Kreisläufer und Abwehrchef verlängerte seinen am Sasionende auslaufenden Vertrag vorm Anpfiff um ein Jahr plus Option. „Wenn er fit ist, ist er noch immer einer der Besten der Welt“, jubelte auch Mannschaftskollege Rune Dahmke.
Pekeler selbst sagt: „Wir haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern, der Spaß macht. Der Zusammenhalt im Team ist außergewöhnlich, und deshalb blicken wir auch optimistisch auf das, was kommt.“
Es kommt erst mal nicht so viel. Weil der Aufsteiger aus Bietigheim, der sieben seiner bisher acht Bundesligapunkte auswärts holte, ohne Angst couragiert aufspielt. Moritz Strosack wirft die ersten zwei Tore zum 0:2. Erst nach 15 Minuten gelingt dem THW die erste Führung im Spiel. Bence Imre veredelt einen Konter zum 8:7. Doch abschütteln lassen sich die Gäste nicht. Glück, dass Eric Johansson zwei Sekunden vor der Pause das knappe 19:18 gelingt.
Nach der Pause macht der Rekordmeister dann kurzen Prozess. Johansson knallt das 25:20 ins Netz (37.). Weil sich auch Andreas Wolff im Tor steigert. Und sich der Gegner einige Fehler zu viel leistet. Am Ende ein souveräner Sieg, den Patrick Wiencek mit dem 38. Tor abschließt.
Als Kapitän Domagoj Duvnjak (36) nach Abpfiff live in der Halle noch verkündete, dass auch er seinen Vertrag bis 2026 verlängerte, war das Weihnachtsfest für die Fans in Kiel komplett. Duvnjak sagte bei Dyn: „Ich habe die ganze Zeit Gänsehaut gehabt und das ganze Spiel überlegt, was ich sage. Ich bin stolz, noch mal ein Jahr verlängert zu haben.“
Gänsehaut purDer emotionale Profi-Abschied von Jogi Bitter
Erlangen mit Klatsche gegen Lemgo
Für den HC Erlangen wird es im Tabellenkeller nun ziemlich dunkel. Im Heimspiel gegen den TBV Lemgo setzte es vor 8000 Fans ein deutliches 19:28 (7:12). Da nützte es auch nichts, dass sich die Erlanger Antonio Metzner (in rot) und Marek Nissen (in blau) ihre Haare in den Vereinsfarben gefärbt hatten. Der HC wird in der Winterpause einkaufen, um den drohenden Abstieg noch zu entrinnen. Mit dem Leipziger Viggo Kristjansson steht der erste Zugang quasi fest.
Wetzlar überrascht Gummersbach
Die HSG Wetzlar holt einen wichtigen Sieg im Tabellenkeller. 32:29 gegen den VfL Gummersbach – mit den ersten vier Bundesligatoren von Neu-Norweger Viktor Petersen Norberg. Ein platt wirkender VfL wurde von der Power der Mittelhessen überrascht und muss nach dem Pokal-Aus gegen Kiel eine nun noch größere Enttäuschung verkraften. Wetzlars Vladimir Vranjes sah nach drei Zeitstrafen Rot.


