Das war ganz knapp.

Der SC Magdeburg duselt sich zum Sieg beim HSV Hamburg, gewinnt denkbar knapp 30:29. Wobei auch nach Abpfiff noch um den Sieg gezittert werden musste, weil die Schiedsrichter noch einmal den Videobeweis bemühten.

Der HSV wollte (musste) eine Reaktion nach dem blamablen Pokal-Aus in Dresden zeigen. Trainer Torsten Jansen vorab bei Dyn: „Es gab einiges zu kritisieren. Ich gehe davon aus, dass es angekommen ist.“

Magdeburg schrammt an Punktverlust beim HSV vorbei

Diese Annahme stimmte. Die Hamburger gleich von Anbeginn voll da. Frederik Bo Andersen erzielt das 4:2 (6.). Es geht ordentlich zur Sache. Magdeburgs Magnus Saugstrup kassiert beim Wurf von Elias Kofler dessen Ellbogen im Gesicht. Ging aber weiter.

Foto: BILD

Ein 5:0-Lauf bis hin zum 15:9 (23.) bringt bereits die zweite Auszeit von SCM-Trainer Bennet Wiegert mit sich. Immerhin: Direkt danach trifft Philipp Weber zum 15:10. Es ist das 1000. Feldtor in der Bundesliga für den Rückraumshooter. Was für ein unglaubliches Jubiläum!

16:12 zur Pause. Mit einer stabilen HSV-Abwehr vor einem überragenden Torwart Robin Haug (6 Paraden). Dabei hatte Jansen vor dem Spiel im TV noch diese Schwachstelle zugegeben: „Wir haben hinten schon einige Probleme, haben neue Leute, das kann nicht so schnell funktionieren.“ Vorab grinste er jedoch: „Nicht, dass der Benno gleich zuhört, aber er hat das ja selbst gesehen.“ Benno ist SCM-Trainer Bennet Wiegert.

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Teaser-Bild

Quelle: Dyn

Die letzten acht Spiele hatte der SCM, der gerade von der Klub-WM-aus Ägypten zurückkehrte, gegen den HSV auch allesamt gewonnen. Und auch diesmal beißt er sich ins Spiel zurück.

Der überragende Omar Ingi Magnusson trifft sicher aus dem Feld und vom Siebenmeterpunkt. Sein elfter Treffer bringt den Anschluss zum 22:21, den Oscar Bergendahl auch prompt zum Ausgleich veredelt. Beim HSV häufen sich die Fehler. Trainer Jansen in seiner Auszeit zudem: „Wir brauchen in der Abwehr wieder Höhe.“ Magnusson (wer sonst?) knallt dann aber trotzdem die erste SCM-Führung ins Netz (24:25/49.). Sein 12. Tor beim 15. Versuch. Richtig stark!

Am Ende sind es 15 Buden (sieben Siebenmeter). Doch ausgerechnet er dribbelt beim letzten Angriff ins Aus. Der HSV hat die Chance auf noch einen Punkt, doch Andersen wirft drüber. Aber: Er wurde zuvor von Felix Claar leicht gestoßen. Deshalb noch einmal Videobeweis und bange Sekunden. Dann winkten die Schiedsrichter ab. Das Ergebnis zählt! Andersen will es gar nicht begreifen.

Glück für den SCM, hängende Köpfe beim HSV nach einer starken Leistung.

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