Sein Berater ist mächtig sauer!

Bayern-Star Alphonso Davies (24) hat sich der Partie der Kanadier gegen die USA (2:1) einen Kreuzbandriss erlitten, fällt die Saison komplett aus.

Dabei wäre die schwere Verletzung zu verhindern gewesen. Das meint zumindest Davies-Berater Nedal Huoseh! Gegenüber der „TZ“ schießt er gegen den kanadischen Verband und findet deutliche Worte.

Der Vorwurf: Der Verband ließ Davies auflaufen, obwohl er angeschlagen war.

Kreuzband-Schock!: Hier verletzt sich Bayern-Star Davies

Quelle: Youtube@Concacaf

Huoseh: „Er hätte im Freundschaftsspiel um Platz 3 gegen die USA nicht spielen sollen. Ich war überrascht, dass er in der Startelf stand, da er kommuniziert hatte, dass er nicht fit genug war, um zu starten. Eine Quelle innerhalb der CSA teilte mir am Freitagabend mit, dass Alphonso nicht in der Startelf stehen würde, aber möglicherweise ein paar Minuten spielen könnte. Ich habe ihnen gesagt, dass er überhaupt nicht spielen sollte.“

Auch Nationaltrainer Jesse Marsch (51) zieht Huoseh mit in die Verantwortung. „Meiner Meinung nach hätte er die Situation besser managen müssen, diese schlimme Verletzung wäre zu 100% vermeidbar gewesen. Jesse hat vor seiner Zeit in Kanada auf höchstem Niveau im Profifußball trainiert und sollte ganz genau wissen, dass man keine Risiken mit Spielern eingeht, wenn diese sagen, dass sie nicht spielen können. Die Nationalmannschaft sollte keine emotionalen Entscheidungen basierend auf individuellem Erfolg treffen. Ich weiß, dass es ein Spiel gegen die USA war und viel Motivation bestand, zu gewinnen, aber die Gesundheit der Spieler sollte an erster Stelle stehen. Nationalmannschaften müssen einen besseren Job machen, um die Spieler zu schützen.“

Der Verband reagierte bereits auf die Anschuldigungen und wehrt sich vehement!

Im Wortlaut teilt der Verband über Paulo Senra, Chief Communications Officer mit: „Die Trainer und das erfahrene medizinische Personal von Canada Soccer (Fußballverband, A. d. R.) sind echte Profis und haben der Sicherheit und dem Wohlergehen der Spieler stets höchste Priorität eingeräumt. Alles, was etwas anderes behauptet, ist unwahr.“

Nachdem Davies nach nur zwölf Spielminuten ausgewechselt worden war, gab der kanadische Co-Trainer Mauro Biello (52) zunächst Entwarnung, sagte: „Ich habe nicht den vollständigen Arztbericht, sie untersuchen ihn noch. Ich denke, es war ein Schlag. Er hat etwas gespürt und wollte es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht riskieren.“

Bitter: Im Anschluss an seine Rückkehr nach Deutschland wurde Davies in München noch einmal eingehend untersucht – eigentlich eine reine Sorgfalts-Maßnahme seitens der Bayern nach den ersten Mitteilungen des kanadischen Verbands. Dort wurde aber dann die Horror-Diagnose Kreuzbandriss festgestellt. Die Ausfallzeit beträgt rund ein halbes Jahr. Ein Schock für die Bayern.

Huoseh ist trotz der Verletzung seines Spielers zuversichtlich, hat Vertrauen in Bayerns Ärzteabteilung, dass Davies wieder fit wird. „Ich weiß, dass er bei Bayerns medizinischem Team in guten Händen ist und sich von diesem Rückschlag erholen wird.“

Die Wut über den kanadischen Fußballverband bleibt aber.

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