Der Nationalspieler – dessen Fünfjahresvertrag in München am Saisonende ausläuft – lässt sich nun von Pini Zahavi (82) beraten, den Uli Hoeneß einst als „Piranha“ bezeichnet hat.
„Ich kenne seine Beweggründe nicht. Wir kümmern uns um den Spieler und Menschen Leroy Sané und nicht um den Berater“, sagt Vereinspräsident Herbert Hainer am Rande der Einweihung des Franz-Beckenbauer-Platzes an der Allianz Arena. Er zeigt sich zuversichtlich über einen neuen Vertrag für Sané: „Wir haben in der Regel fast immer auch ein Übereinkommen mit Pini Zahavi getroffen.“
„Piranha“ Zahavi
Hainer zufolge ist der neue Sané-Berater „ein harter Verhandler, aber das sind andere Berater auch. Es gehört zu unserem Tagesgeschäft, uns mit Beratern ganz egal welcher Couleur auseinanderzusetzen und dann das Beste für den FC Bayern München zu erreichen.“ Sportdirektor Christoph Freund räumt angesichts des neuen Spielervermittlers ein: „Das ist ein bisschen eine neue Situation mit einem neuen Berater.“
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Hoeneß hatte Zahavi im September 2020 wegen der schweren Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit dessen Klienten David Alaba als „geldgierigen Piranha“ bezeichnet, der mitverdienen wolle. Alaba verlängerte letztendlich nicht beim FC Bayern und wechselte ablösefrei zu Real Madrid. Zahavi verhandelte auch den Wechsel von Robert Lewandowski im Sommer 2022 vom FC Bayern zum FC Barcelona.
Sanés Vertrag läuft aus
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen äußert sich in der Personalie Sané zurückhaltend. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Freund seien in den Gesprächen mit Zahavi in erster Linie gefragt. „Er ist nicht immer einfach in den Verhandlungen, aber so ist es halt“, sagt Dreesen über den israelischen Spielervermittler.
Sané soll vom FC Bayern ein Angebot mit deutlich reduzierten Bezügen bis Ende Juni 2028 vorliegen haben. „Wir führen schon länger Gespräche und werden sehen, was die nächsten Tage bringen“, sagt Freund.

