Nach dem großen Knall in Berlin, kommt für die Füchse die Quittung auf dem Parkett.

Der deutsche Meister verliert unter ihrem neuen Trainer Nicolej Krickau (38) auch das zweite Spiel in der Daikin Handball-Bundesliga. Gummersbach feiert vor 4100 Fans in der Schwalbe-Arena (zum 32. Mal in Folge ausverkauft) nach elf langen Jahren wieder einen Heimsieg gegen Berlin, gewinnt 34:29 (18:13).

Für die Füchse ist der VfL vor der Partie so etwas wie der Lieblingsgegner auswärts. Seit 2014 hat die Mannschaft von Neu-Trainer Krickau (38) in Gummersbach nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage gegen Julian Köster & Co. steckten die Füchse 2017, allerdings in Berlin (27:28), ein.

Doch nach dem Berliner Personal-Beben ist plötzlich alles anders.

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Quelle: DYN

Nach dem Champions League-Sieg beim HBC Nantes (Frankreich) am Donnerstag mit 40:34 ist dieser Füchse-Start ins Spiel völlig unerwartet.

Kapitän Max Darj (33) am Dyn-Mikro bedient: „Das war von allem zu wenig.“

Schon nach 15 Minuten ist das Spiel für die Füchse verloren, die Berliner liegen mit 3:11 hoffnungslos zurück. Gummersbach, mit Julian Köster, Kai Smits und dem Comeback von Miro Schluroff (Meniskus-OP), drücken gnadenlos auf die Tube, jeder Wurf sitzt. Die Füchse dagegen völlig von der Rolle.

Die Abwehr schlecht, Torhüter Dejan Milosavljev (29/offene Vertragssituation) wird wieder nach nur 12 Minuten ausgewechselt, dazu schlechte Trefferquote und die ersten zwei Siebenmeter werden auch noch versemmelt (insgesamt werden vier verworfen). Bis zur 25. Minute bleibt Gummersbach mit acht Toren vorn (16:8). In die Halbzeit geht es mit 18:13.

Krickau verliert mit Füchsen auch das 2. Spiel

Trainer Nicolej Krickau steht vor schwierigen Wochen bei den Füchsen

Trainer Nicolej Krickau steht vor schwierigen Wochen bei den Füchsen

Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Können die Füchse das noch aufholen? Wird es nach dem SC Magdeburg (32:39) die zweite Klatsche für Trainer Nikolej Krickau und den amtierenden Meister?

Teaser-Bild

Foto: BILD

Neben Milosavljev ist auch die zweite offene Füchse-Personalie auf dem Parkett schwach. Dänen-Star Lasse Andersson (31) wirft Fahrkarte um Fahrkarte, trifft nur 2 von 9. Dazu ist die zweitbeste Abwehr der Liga an diesem Tag eine Nummer zu groß für die Berliner.

Krickau muss nach nur sieben Minuten in der 2. Hälfte die Auszeit nehmen, schreit seine Mannschaft an: „Bleibt bei euch!“ und stellt auf 7 gegen 6 im Angriff um. Dann probiert es Krickau mit einer 5:1-Abwehr – nichts hilft. Nach einer kurzen Aufholjagd (14:18/32.) zieht Gummersbach weiter durch – 29:20 (47.)

Nur Mathias Gidsel (26) stemmt sich mit allem, was er hat, gegen die Niederlage. Er ist wieder bester Berliner mit zehn Treffern.

Bei den Gummersbachern treffen Kai Smits acht Tore und Rückkehrer Miro Schluroff fünf Treffer am besten. Schluroff: „Geiler kann man den Deutschen Meister nicht nach Hause schicken.“

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