Die MLP Academics Heidelberg gewinnen gegen den Hauptrunden-Dritten Niners Chemnitz auch ihr zweites Spiel in den Viertelfinal-Play-offs der Easycredit Basketball-Bundesliga. 74:70 heißt es diesmal, nachdem die Heidelberger am Sonntag mit einem 93:90-Auswärtssieg in die Serie gestartet waren.
Deutlich weniger Punkte als in Spiel eins, aber keinesfalls weniger spektakulär. Ganz im Gegenteil.
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Dyn-Kommentator Stefan Koch: „Heidelberg legt los, wie es sich alle hier erwünscht und erhofft haben.“ Nach dreieinhalb Minuten (12:5) nimmt Chemnitz-Coach Rodrigo Pastore schon die erste Auszeit. Und ist mächtig angefressen, faltet seine Spieler ordentlich zusammen: „Wo ist die Intensität, über die wir gesprochen haben? Ich will Druck auf den Ball.“
Danach wird’s tatsächlich besser, die Niners machen direkt sechs Punkte in Folge. Mehr noch: Mitte des zweiten Viertels gehen sie erstmals seit Minute eins in Führung (23:26 aus Heimsicht). Die hält jedoch nicht bis zur Pause. Weil Heidelbergs Michael Weathers für DIE Szene der bisherigen Play-offs sorgt.
Zehn Sekunden vor der Halbzeit ist Chemnitz bei 33:33 in Ballbesitz, startet noch einen Angriff. Doch Jakob Gilyard verzettelt sich, bleibt tief in der gegnerischen Hälfte hängen. An Weathers, der 1,9 Sekunden vor Ablauf der Uhr den Ball klaut.
BBL-Star wirft über das gesamte Spielfeld – und trifft!
Klar ist: In eine aussichtsreiche Wurfposition kommt er in Anbetracht der Zeit nicht mehr. Also versucht er es ungefähr von der Höhe der eigenen (!) Dreierlinie einfach übers ganze Feld – und trifft übers Brett! Die Halle steht kopf, Weathers ist kaum noch zu halten, klatscht mit jedem ab, der ihm über den Weg läuft. Was für Szenen im SNP Dome.


