Die Elefanten wollen den Titel verteidigen!

Wenn der 35. Afrika-Cup vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wird, blickt der Kontinent gespannt auf die Elfenbeinküste. Die „Éléphants“ reisen als Titelverteidiger an. Der Triumph 2024 im eigenen Land, gefeiert wie ein nationales Wunder, hat den dreifachen Afrika-Cup-Sieger wieder ins Zentrum des afrikanischen Fußballs gerückt. SPORT BILD liefert Ihnen alle Infos zu den Ivorern.

Erfolge und Erlebnisse

Die Elfenbeinküste gewann ihre drei Titel 1992, 2015 und 2024. Besonders der letzte Triumph ging als Fußballmärchen in die Geschichte ein: Nach zwei Niederlagen in der Vorrunde entließ man den Trainer, Co-Trainer Emerse Faé (41) übernahm – und führte das Team dennoch ins Finale. Dort drehte die Mannschaft ein 0:1 gegen Nigeria und siegte dank Treffern von Franck Kessié (28) und Sébastien Haller (31) mit 2:1. Hallers Tor in der 81. Minute war nicht nur sportlich entscheidend, sondern auch hochemotional: Der Stürmer hatte erst 18 Monate zuvor eine Krebsdiagnose erhalten und wurde zum Symbol der Hoffnung.

Didier Drogba – Nationalheld und Legende

Unter den vielen großen Namen der ivorischen Fußballgeschichte ragt Didier Drogba (47) heraus. Der langjährige Kapitän und Ex-Chelsea-Star erzielte für sein Land mehr Tore als jeder andere Spieler und führte die Éléphants über viele Jahre. Zweimal wurde er Afrikas Fußballer des Jahres (2006, 2009). Doch Drogba war mehr als ein Torjäger: Während des Bürgerkriegs setzte er sich für Frieden und soziale Projekte ein, wurde zur Symbolfigur der Nation und zum Idol für Millionen Menschen. Seine Abschiedsvorstellung bei der WM 2014 markierte das Ende einer Ära – doch sein Status als einer der größten afrikanischen Fußballer aller Zeiten bleibt unangefochten.

Neben Drogba prägten auch Yaya Touré (42, ehemals Barcelona/Man City), Salomon Kalou (40, ehemals Hertha BSC), Gervinho (38, ehemals Arsenal/AS Rom), sowie Kolo Toure (44, Liverpool/Man City) eine goldene Generation.

Didier Drogba erzielte in 105 Länderspielen 65 Tore für die Elfenbeinküste

Foto: picture alliance / dpa

Die Stars von heute

Die aktuelle Nationalelf ist ebenso hochkarätig besetzt. Sébastien Haller, ehemaliger Stürmer von Frankfurt und Borussia Dortmund, ist seit dem Finale 2024 ein Nationalheld. Franck Kessié, mittlerweile bei Al-Ahli in Saudi-Arabien, bleibt das Herzstück im Mittelfeld. Auf den Flügeln sorgt Amad Diallo (23) von Manchester United für Unruhe, sowie der ehemalige Arsenalspieler Nicolas Pepe (30). In der Abwehr stabilisiert Odilon Kossounou (24, ehemals Bayer Leverkusen) von Atalanta Bergamo und Evan Ndicka (26, ehemals Eintracht Frankfurt) die Defensive.

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