Wegen seiner Langzeit-Verletzung (Meniskus-OP) konnte sich Gladbach-Stürmer Tim Kleindienst (30) zuletzt um den Aufbau seines Mode-Labels „Smallservice Clothing“ kümmern. Er bietet seine Produkte auch in seinem neuen Pop-up-Store in der Gladbacher City an. Zum Leidwesen der Borussia gibt es hingegen Lieferschwierigkeiten seines größten Erfolgs-Produkts – den Toren!

Vergangene Saison bescherte Kleindienst dem Klub 16 Liga-Treffer und neun Vorlagen, davon allein drei Torbeteiligungen an den ersten beiden Spieltagen. Die Schreck-Bilanz ohne ihn in zwei Spielen: null Treffer.

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Quelle: BILD/ SID

Gladbach steckt in der Kleindienst-Klemme! Denn mit der auf ihn zugeschnittenen Spielphilosophie erspielt sich die Mannschaft zwar weiterhin genügend Abschluss-Möglichkeiten, doch der Vollstrecker fehlt.

Die Zahlen beweisen: Gladbach konnte an den ersten beiden Spieltagen die viertmeisten Torschüsse der Liga (30) vorweisen, dazu die zweitmeisten Flanken (35) und Ecken (17). Null Treffer bedeuten aber die schwächste Abschluss-Effizienz aller Mannschaften. Intern ein Sorgen-Thema, das noch mehrere Wochen andauern könnte.

Kleindiensts Reha-Programm läuft zwar nach Plan. Der Nationalstürmer ist inzwischen ins Lauftraining eingestiegen und ist als Kapitän in der Kabine dauerhaft präsent. Zurückerwartet wird er bestenfalls aber erst nach der Länderspielpause im Oktober.

Mit Haris Tabakovic (31/Leihe aus Hoffenheim), der ihn nicht gleichwertig ersetzen kann, holte der Klub ein ähnliches Stürmer-Profil. Bedarf für weiteres Personal bestünde, dann wäre die Sturmposition bei der Kleindienst-Rückkehr aber zu üppig besetzt. Sport-Boss Roland Virkus (58): „Ein kalkuliertes Risiko. Mit dem Wissen, dass es eng werden kann, wenn sich da jetzt einer verletzt.“

Borussia arbeitet nun unter Hochdruck daran, alternative Lösungen für das Offensivspiel zu finden. In der Länderspielpause versucht Trainer Gerardo Seoane (46), mehr und neue Varianten einzustudieren. Gladbach will häufiger auch aus der Distanz zum Abschluss kommen und zunehmend auf die Kreativität der neuen Offensiv-Stars setzen. Giovanni Reyna (22/für knapp sieben Mio. vom BVB) und Shuto Machino (25/für acht Mio. aus Kiel) befinden sich nach ihren Wechseln aber noch im Form-Aufbau, brauchen Zeit.

Ohne Kleindienst liegt der Fokus nun auf der Defensive – mit ersten Ergebnissen: Vergangene Saison kassierte Borussia in den ersten zwei Spielen drei Gegentreffer, jetzt nur noch einen, lässt insgesamt weniger zu.

Dennoch: Die Kleindienst-Lücke wird für Gladbach zur Gefahr!

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