Der Sensations-Pokalsieger Syntainics MBC hat den „Swingman“ (Kombi aus Aufbau- und Flügelspieler) für kommende Saison unter Vertrag genommen. Damit ist der Kader des neuen Headcoaches Marco Ramondino (42) fürs Erste komplett.
Dass Thomas ausgerechnet zum MBC kommt, ist – nach der Vertragsverlängerung von Dreier-König Spencer Reaves (29) – das zweite große Ausrufezeichen. Und zeigt, dass die „Wölfe“ nach dem historischen Pokal-Erfolg hungrig auf mehr sind.
Dass ein Mann wie Thomas (42 NBA-Spiele), der auch schon in der Türkei, Spanien und Israel gespielt hat, ausgerechnet zum MBC kommt, zeigt aber gleichzeitig auch, dass die Sache bzw. der Spieler einen Haken hat …
Im Februar hatten die Niners Chemnitz Thomas zum ersten Mal in die Easycredit Basketball Bundesliga geholt. Doch nach acht Monaten Verletzungspause war er nicht fit genug, um sofort helfen zu können. Dazu kamen familiäre Sorgen. Die Folge: Nach einer Woche düste Thomas, ohne ein Spiel gemacht zu haben, zurück in die Staaten.
Das Thema Fitness sollte sich jedoch mittlerweile erledigt haben – Thomas spielt aktuell für Calgary Surge in der kanadischen Profiliga CEBL. Und wird spätestens am 25. August in Weißenfels eintreffen. Ramondino hofft darum, dass er einen erfahrenen, vielseitigen und selbstlosen Profi bekommt, der dem Spiel der Wölfe in Defensive wie Offensive mehrere Optionen verleihen kann.
Chemnitz hat den Kader komplett
Gleich zwei weitere Optionen haben sich die Niners Chemnitz gesichert. Die eine ist Center-Hoffnung Julian Steinfeld (24). Noch nie war ein Spieler der Niners länger! Der 2,14-Meter-Riese verbrachte die letzten fünf Jahre auf US-Colleges und unterschrieb nun seinen ersten Profi-Vertrag (1 Jahr plus Option) beim EuroCup-Vertreter.
Aktuell ist Steinfeld mit der A2-Nationalmannschaft bei der Universiade im Ruhrgebiet im Einsatz. Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Brasilien (78:83) spielt das Team nun am Samstag um Bronze.
„Die Möglichkeit, in Chemnitz auch international zu spielen, reizt mich sehr“, sagt Steinfeld. „Ich möchte mit dem Team an die starken Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen und gemeinsam den Schritt nach oben machen. In Chemnitz sehe ich die beste Chance, mich weiterzuentwickeln und Erfahrungen auf höchstem Level zu sammeln.“
Den Chemnitzer Kader komplett macht schließlich Shooting Guard Nike Sibande (26/USA), der zuletzt bei Darussafaka in Instanbul sein Geld verdiente. Der vielseitige Mann unterschrieb für ein Jahr plus Option auf ein weiteres. Trainer Rodrigo Pastore (52): „Er bringt offensiv das komplette Paket mit, hat aber auch ein Auge für seine Mitspieler und ist ein solider Verteidiger.“
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Kollege lockt Wandervogel nach Vechta
Auch der Kader von Rasta Vechta ist fast fertig. Die fünfte Import-Lizenz geht an Wandervogel Tevin Brown (26/USA). In drei Profi-Jahren spielte er für sechs Vereine. Zuletzt wechselte er im Dezember 2024 nach Polen und wurde dort mit Lubin Vize-Meister.
Der 1,96 Meter große Allrounder kann als Shooting Guard oder Small Forward eingesetzt werden. „Tevin hat schon einige Jahre Erfahrung als Profi, unter anderem bei ambitionierten Klubs in europäischen Ligen“, sagt Rasta-Sportchef Gerrit Kersten-Thiele (45). „Ich denke, er wird nicht viel Zeit brauchen, um sich hier einzugewöhnen. Mit seiner Vielseitigkeit passt er gut ins Gesamtbild unseres Kaders.“
Dass Tevin in Vechta bis 2026 unterschrieb, liegt auch an seinem künftigen Teamkollegen Lloyd Pandi (25). Der Kanadier spielte 2024 zusammen mit ihm bei den Ottawa Blackjacks und sprach mit ihm über Rasta. Pandi schwärmt: „Tevin ist ein großartiger Basketballspieler. Er bringt so viel an Begeisterung, positiver Energie und Ehrgeiz auf den Platz. Außerdem ist er ein großartiger Mensch und es macht Spaß, mit ihm zusammen zu sein.“
Frankfurt sichert Top-Talent
Um die Qualitäten von Jamie Edoka (17) zu erkennen, brauchten die Frankfurt Skyliners keinen Tipp von außen. Der U18-Nationalspieler hat dort den kompletten Nachwuchs durchlaufen und lebt im Basketball-Internat. Folgerichtig unterschrieb der Aufbauspieler nun seinen ersten Profi-Vertrag (über drei Jahre).
„Bei Jamie sehen wir, was durch ein gutes Zusammenspiel aus Talent, entsprechender Arbeitseinstellung und professioneller Ausbildung und Betreuung entstehen kann“, sagt Harald Sakho vom Skyliners e.V.. „Es freut mich persönlich sehr, zu sehen, wie Jamie sich bei uns entwickeln konnte und er vom kleinen Jungen zum jungen Mann herangereift ist.“


