Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft steht Kolumbiens Superstar James Rodríguez (34) plötzlich im Mittelpunkt eines Shitstorms. Der frühere Bayern-Profi sorgte bei der offiziellen Verabschiedung der Nationalmannschaft für eine Szene, die in seiner Heimat für heftige Diskussionen sorgt. Ausgerechnet die Tochter von Kolumbiens Präsident Gustavo Petro (66) soll dabei von ihrem Idol abgewiesen worden sein.
Was war passiert? Vor dem Abflug zur WM verabschiedete Präsident Petro, der in Kolumbien nicht als unumstritten gilt, die Nationalmannschaft persönlich. Auch seine Tochter Antonella (17), die als großer Fußball-Fan gilt, war vor Ort und begrüßte die Spieler. Als sie schließlich auf James Rodríguez traf, soll sie den Kapitän der Nationalmannschaft nach einem gemeinsamen Foto gefragt haben.
Doch auf einem Video, das inzwischen millionenfach geklickt wurde, ist zu sehen, wie James nach dem Handschlag weitergeht und auf die Bitte offenbar nicht reagiert. Antonella bleibt zurück.
Netz geht auf James los
Ein Kommentar, der mehr als 35.000 Likes erhielt, lautete: „Ich kann nicht verstehen, wie man ein Mädchen, das den Fußball und alle Spieler der Nationalmannschaft leidenschaftlich liebt, derart zurückweisen kann. James, hinterfrag dich, so geht es nicht.“
Ein anderer Nutzer schrieb: „Ekelhaft, wie James Rodríguez mit Antonella umgegangen ist. Politik und den Umgang mit anderen Menschen sollte man nicht vermengen. Es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, ein Mädchen derart abzuweisen, nur weil sie Tochter des Präsidenten ist.“
Die Kritik richtet sich dabei vor allem gegen den Eindruck, den die Szene hinterlassen hat. Viele Fans betonen, dass Antonella in diesem Moment nicht als Tochter des Staatsoberhauptes, sondern als Fußball-Anhängerin aufgetreten sei.
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Bruder mischt sich ein
Auch Antonellas Bruder Nicolás Alcocer Petro (28) schaltete sich in die Diskussion ein. Er veröffentlichte ein älteres Foto, das James Rodríguez und seine damals sechsjährige Schwester zeigt.
Dazu schrieb er: „Sie ist dasselbe Mädchen, das nur ein Foto mit seinem Idol möchte. Alle politischen Positionen sind zu respektieren, aber das ist nicht das Verhalten, das man abseits des Platzes zeigen sollte.“
Nicht jeder gibt James die Schuld
Allerdings gibt es auch Stimmen, die den 34-Jährigen verteidigen. Einige Fans vermuten, dass James die Bitte aufgrund der lauten Umgebung schlicht nicht gehört haben könnte. Auf den Aufnahmen ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der Offensivspieler den Foto-Wunsch tatsächlich wahrgenommen hat.
Für Kolumbien kommt die Aufregung zur denkbar ungünstigsten Zeit. In weniger als zwei Wochen startet die Nationalmannschaft in die Weltmeisterschaft und trifft zum Auftakt auf Usbekistan. Der frühere Bayern-Profi hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

