Als kurz nach dem 2:2 Unentschieden der Mainzer am letzten Spieltag gegen Leverkusen der Schlusspfiff ertönte, setzte sich Stürmer Jonathan Burkardt (24) auf den Rasen und schaute gedankenverloren in Richtung der jubelnden Fans. Äußerst wahrscheinlich, dass er da schon wusste, dass es sein letzter Auftritt im Trikot der Rheinhessen war.

Rund einen Monat nach dem Leverkusen-Spiel sind sich Frankfurt und Burkardt über einen Wechsel einig geworden. Nun pokert die Eintracht mit Mainz-Boss Christan Heidel (62) um die Ablöse. Frankfurt will nicht mehr als 25 Mio. Euro bezahlen. Mainz fordert einen höheren Betrag.

Nach SPORT BILD-Informationen überzeugte Eintracht Burkardt mit einem Plan aus mehreren Punkten.

► Nationalmannschaft: Im Oktober 2024 debütierte Burkardt unter Bundestrainer Julian Nagelsmann (37). Seitdem kommt er auf drei Länderspiele. Der Plan: Durch seinen Wechsel nach Frankfurt und Spielpraxis in der Champions League soll er regelmäßiger dabei sein. Nach SPORT BILD-Infos ist es Frankfurts langfristiges Ziel, ihn sogar zu Deutschlands Stürmer Nummer 1 zu machen. Auch schon im Hinblick auf die WM 2026 und die EM 2028.

► Fitness: Burkardts großes Problem ist seine Verletzungsanfälligkeit. In der vergangenen Saison verpasste er acht Spiele, vor allem wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel. 2023/24 hatte er lange mit einer Knie-OP zu kämpfen, kam am Ende nur auf 21 Partien. 2022/23 machte er sogar nur elf Spiele.

Bei Eintracht soll er fit gemacht werden. Der Klub hat nach eigenen Angaben die beste medizinische Abteilung Europas. Mithilfe von ständiger Beobachtung der Fitnesswerte soll Burkardts Belastung gesteuert werden. So können die Ärzte entscheiden, wann er zum Beispiel Trainingseinheiten auslassen soll, um Verletzungen zu vermeiden. So professionell war die medizinische Abteilung in Mainz nicht.

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Quelle: BILD

► Pressing: Eintracht schätzt Burkardts Intensität, vor allem im Spiel gegen den Ball. Bei Angreifer Hugo Ekitiké (23) und Omar Marmoush (26/jetzt Manchester City) hatte Trainer Dino Toppmöller (44) das Pressingverhalten in der laufenden Saison noch mehrmals bemängelt. Burkardt könnte mit seinem Anlaufverhalten schnell zum Trainerliebling werden.

► Führungsspieler: Burkardt würde nicht als Perspektiv-, sondern als „Top-Spieler“ kommen. Heißt: Er soll sofort Tore schießen. Dazu soll er mit seiner starken Mentalität Verantwortung übernehmen. Diese Eigenschaft fehlte Eintracht bislang vor allem im vorderen Drittel der Mannschaft.

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