Es ist die Szene, die beim ersten Auftritt der französischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026 gegen Senegal (3:1) für Stirnrunzeln sorgt. In der 60. Minute hindert Sadio Mané (34) mit einer Grätsche Star-Stürmer Kylian Mbappé (27) im Strafraum. Im vollen Tempo reicht ein minimaler Kontakt, um Mbappé zu Boden zu bringen. Doch der Schiedsrichter gibt keinen Elfmeter – selbst nach Ansicht der Videobilder am Bildschirm direkt neben dem Platz.
Für Thomas Müller (37) völlig unverständlich. Der Experte bei „MagentaTV“ wird nach dem Spiel richtig sauer, als er über die Szene spricht. Müller: „Da werde ich gleich emotional. Auch wegen dem, was da passiert ist in dieser Kommentatorenkabine.“ Hintergrund: Im Kommentar hatte Robert Andrich den Schiedsrichter noch verteidigt. Für den Spieler von Bayer Leverkusen war es kein Elfmeter.
Müller sieht das ganz anders: „Das ist einfach nur ein astreines Foul. Wie man da auf die Idee kommen kann, das im Spiel nicht zu sehen und vor allem im Video danach den Elfmeter nicht zu geben, ist für mich ein absolutes Rätsel. Wirklich ein absolutes Rätsel und aus meiner Sicht, dieses Wort benutze ich eigentlich nie: Skandalös, dass es da keinen Elfer gibt.“
„Mbappé schaut, dass er unverletzt rauskommt“
Seine Erklärung, wieso es ein Strafstoß sein muss, folgt prompt: „Wir waren alle nie in dieser Situation, dass wir in so einem Dribbling mal weggeflext wurden, weil das können wir nicht. Aber wenn da diskutiert wird, ob ein Spieler berührt werden muss, um gefoult zu werden, also selbst wenn der ihn gar nicht berührt, der schneidet ihm den Weg ab. Mbappé schaut, dass er halt unverletzt rauskommt.“
Auch sein Experten-Kollege Mats Hummels (36) stimmt Müller da zu: „Wenn man alles mit hereinnimmt, die Dynamik, in der er unterwegs ist, und dass er einfach jeglichen Raum zum Weiterlaufen wegnimmt für Mbappé, ist das ein ganz klarer Elfmeter.“ Müller lobt danach sogar noch Mbappé. Dieser habe eben nicht den Kontakt extra gesucht, um einen Elfmeter zu provozieren. Er weiche dagegen einfach aus, um nicht komplett abgegrätscht zu werden. Auch deswegen sei es ein klarer Elfmeter gewesen.
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Zum Glück für die Franzosen hatte diese Entscheidung am Ende keine gravierenden Auswirkungen. Frankreich schlug den Senegal mit 3:1 und Mbappé konnte sich trotz des nicht gegebenen Elfmeters gleich doppelt in die Torschützenliste eintragen. So kommt er dem WM-Rekord von Miroslav Klose immer näher.

