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So hat sich die „Elftal“ den WM-Auftakt nicht vorgestellt. Die Holländer spielen in ihrem ersten Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nur 2:2 gegen Japan, kassieren dabei einen späten Ausgleich (89.). Die Oranje-Party wurde gnadenlos gestoppt. Danach hagelt es Kritik an dem Team von Trainer Ronald Koeman (63).

Im „Telegraaf“ erschien in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Artikel des holländischen Sportjournalisten Valentijn Driessen, in dem er kräftig gegen die eigene Nationalmannschaft austeilte. Dabei schreibt der Kolumnist von „dramatischen Auswechslungen“ und dem „Untergang der niederländischen Nationalmannschaft“. Ein hartes Urteil.

WM 2026: Holland-Presse teilt heftig aus

Er analysiert: „In der ersten Halbzeit wirkte das Team wie gelähmt vor WM-Stress. Es agierte nicht nur vorsichtig, sondern geradezu ängstlich. Oranje konzentrierte sich primär auf die Verteidigung und ergriff keinerlei Initiative. Das Tempo war deprimierend niedrig, und es gab keinerlei Bewegung im Spiel.“

Dann kommt die Frontalattacke auf Bondscoach Koeman: „Die Niederlande hatten Japan absichtlich unter Druck gesetzt und sich damit selbst in Schwierigkeiten gebracht.“ Was er damit meint: Statt beim Stand von 2:1 auf einen weiteren Treffer zu gehen, versuchte Koeman mit Auswechslungen, die Führung zu verwalten. Damit scheiterte er. Und weiter: „Weil sie sich alle dazu verleiten ließen, die Führung zu verteidigen, anstatt die Initiative zu ergreifen und die Japaner endgültig zu bezwingen, lief es letztendlich schief.“

„Wie Opern-Publikum”: Harte Abrechnung mit Holland-Fans

Quelle: BILD

Abschließend meint Driessen: „Man könnte sagen, es sei ihre eigene Schuld, aber damit kommt man in den Niederlanden nicht weiter. Die Leistungssteigerung muss schnell erfolgen, sonst wird die Reise nach Amerika deutlich kürzer ausfallen als das Szenario, das die Nationalspieler und Koeman allen weismachen wollten: Wir sind eine hochkarätige Mannschaft, die schwer zu schlagen ist und bei der Weltmeisterschaft sehr weit kommen wird.“

Für die Holländer heißt es jetzt gegen Schweden (19. Juni, 20 Uhr) und Tunesien (26. Juni, 1 Uhr), Punkte zu sammeln und im Land die Euphorie wieder zu entzünden.

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