Die Frage, warum der FC Bayern im Winter-Transferfenster keinen Backup für Star-Stürmer Harry Kane (31) verpflichtet hat, dürften sich wohl viele Fans gestellt haben. Denn Fakt ist: Die Offensiv-Power der Bayern steht und fällt mit dem Engländer. Das haben die Auftritte in den letzten Spielen einmal mehr deutlich aufgezeigt. Zuletzt gegen Celtic Glasgow, wo nach vorne nicht mehr viel zusammenlief, nachdem Kane zur Halbzeit verletzungsbedingt raus musste.

Und selbst mit Kane auf dem Platz, war es zuletzt teilweise auch nicht doll. Beim 0:0 gegen Noch-Meister Bayer Leverkusen präsentierten sich die Münchner erschreckend harmlos. Die Kompany-Stars wirkten allesamt überspielt, was vermutlich auf die Belastungen der letzten Zeit zurückzuführen ist.

Kane zog sich gegen Celtic eine Einblutung in der Wade zu

Foto: Icon Sport via Getty Images

Nun ist Kane auch noch angeschlagen, ob er am Sonntag gegen Frankfurt (17.30 Uhr im Liveticker bei sportbild.de) spielen kann, ist noch unklar. Theoretisch könnten für ihn Serge Gnabry (29) oder Thomas Müller (35) in die Spitze rücken, beide passen aber nicht hundertprozentig auf die Mittelstürmer-Position. Mathys Tel (19), der die Rolle hätte einnehmen können, wurde an Tottenham ausgeliehen.

Einen zweiten klassischen Strafraum-Stürmer wie Kane könnten die Bayern für die Zukunft gut gebrauchen. Und anstatt sich auf dem internationalen Markt umzuschauen, würde ein Blick in die 2. Liga schon ausreichen. Beim HSV sorgt derzeit Davie Selke (30) für Furore. Der Torjäger hat bereits 16 Saisontreffer auf dem Konto, beim 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitag traf er doppelt.

Mit dem HSV auf Bundesliga-Kurs: Torjäger Davie Selke

Mit dem HSV auf Bundesliga-Kurs: Torjäger Davie Selke

Foto: WITTERS

Vom Spielertyp her ähnelt er Kane sehr stark, würde also als Backup nahezu perfekt passen. Zudem hat sich Selke zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt. Hatte er bei seinen Stationen wie RB Leipzig und Werder Bremen bei den Fans durchaus polarisiert, ist er jetzt ein echter Leader geworden und hat großen Anteil daran, dass sich der HSV wieder große Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann.

Zwar fühlt sich Selke, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, nach eigener Aussage in Hamburg sehr wohl und würde gerne verlängern. Sollten die Bayern anklopfen, würde er aber sicher ins Grübeln kommen. Einen Versuch wäre es wert.

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Quelle: BILD

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