Der ThSV gewann am Samstagabend vor 2637 Fans in der Werner-Assmann-Halle gegen die HSG Wetzlar mit 29:28 (12:12). Die Thüringer entschieden das Nachbarschaftsduell mit den Hessen dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit.
Offener Schlagabtausch bis zur Pause
Doch zu Beginn waren die Schützlinge von Trainer Sebastian Hinze komplett von der Rolle. In der Deckung viel zu offen – und vorn warfen sie die Bälle reihenweise weg. Das Resultat: Wetzlar zog mit 5:2 davon (11.).
Sieben Minuten später drehte Stephan Seitz die Partie auf 7:6 für den ThSV (19.). Bis zur Pause blieb es ein offener Schlagabtausch – mit 12:12 ging es in die Kabinen.
Und dort muss Eisenachs Trainer Hinze die richtigen Worte gefunden haben. Denn direkt nach dem Seitenwechsel feuerten die Gastgeber dann ein echtes Feuerwerk ab, zogen binnen fünf Minuten auf 17:13 davon (35.).
Wetzlar kämpfte sich dann zwar wieder in die Partie – doch der ThSV hatte nach den HSG-Treffern stets die passende Antwort, ließ die Hessen nicht mehr aufschließen.
Spikic als sicherer Rückhalt
Das Eisenacher Erfolgsrezept war eine variable Offensive, die aus allen Positionen heraus erfolgreich war. Am Ende war der Schweizer Neuzugang Felix Aellen mit sechs Treffern und drei Vorlagen der erfolgreichste Eisenacher. Und hinten sicherte Keeper Matija Spikic mit acht Paraden den Sieg seiner Mannschaft. Als er zweieinhalb Minuten vor dem Ende beim Stand von 29:25 den Siebenmeter von Wetzlars Ahmed Nafea entschärfte, waren dem ThSV die zwei Heimpunkte nicht mehr zu nehmen.
Oder doch?
Wetzlar hatte das letzte Wort in diesem Spiel, schaffte binnen 90 Sekunden noch drei Treffer. Zwölf Sekunden vor dem Ende war der Vorsprung auf ein Tor zusammengeschmolzen. Doch das brachte Eisenach ins Ziel.


