Trainer Antonio Conte (56) nahm Kevin De Bruyne (34) in der 72. Minute vom Platz – und kassierte dafür eine deutliche Reaktion des belgischen Stars. De Bruyne, erst im Sommer von Manchester City nach Italien gewechselt, schimpfte beim Verlassen des Feldes und verweigerte den Handschlag mit seinem Coach.
Conte reagierte nach dem Spiel mit einer deutlichen Warnung: „Ich hoffe, er war über das Ergebnis verärgert. Wenn es um etwas anderes ging, hat er sich die falsche Person ausgesucht.“
Mann klarer Worte: Napoli-Trainer Antonio Conte (56)
Dabei hatte De Bruyne sportlich durchaus Argumente auf seiner Seite. Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause hatte er in der 60. Minute per Elfmeter auf 1:2 verkürzt und damit nochmal Hoffnung geweckt. Umso mehr dürfte es ihn geärgert haben, in der entscheidenden Phase nicht mehr eingreifen zu dürfen.
Trotz des hitzigen Moments bleibt De Bruyne in Neapel hoch angesehen. Der Mittelfeldspieler wurde bereits während der Saisonvorbereitung von Fans und Medien gefeiert. In sechs Pflichtspielen gelangen ihm bislang drei Treffer – ein starker Einstand.
Ob der Vorfall gegen Milan Folgen haben wird, ist offen. Conte gilt als durchsetzungsstark und als jemand, der klare Regeln vorgibt – unabhängig vom Namen des Spielers. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich das Verhältnis zu De Bruyne wieder beruhigt.
Für Napoli war das 1:2 die erste Niederlage in der laufenden Serie-A-Saison – und sie hat direkte Auswirkungen: Durch den Sieg schob sich Milan an die Tabellenspitze. Auch die AS Rom zog nach Punkten gleich (jeweils 12 Zähler).
Neapel ist am Dienstag, 4. November (ab 18.45 Uhr im Liveticker bei sportbild.de) Gegner von Eintracht Frankfurt in der Champions League. Schon jetzt schlägt die Partie hohe Wellen. Denn: Aus Sicherheitsgründen erhalten in Frankfurt wohnhafte Fans für das Spiel in Neapel keine Eintrittskarten.


