Bei einer Fußball-WM ist Chile als Teilnehmer eine echte Hausnummer. Bei der bevorstehenden Handball-Weltmeisterschaft in Dänemark, Kroatien und Norwegen (14. Januar bis 2. Februar) ist Chile ein Exot und absoluter Außenseiter.

Ein Spieler der Südamerikaner ist deutschen Handball-Fans sehr wohl ein Begriff: Erwin Feuchtmann (34), Rückraumspieler bei Frankreichs Erstligisten Fenix Toulouse. Feuchtmann war im Podcast „3. Halbzeit – Handball. Community. Talk“ von Tim Dettmar von Ex-Profi Jens Schöngarth zu Gast – mit einer überraschenden Aussage.

Chile-Erwin will zurück in die Handball-Bundesliga

Zu seinen Zukunftsplänen befragt sagt Feuchtmann, der bereits für den TBV Lemgo Lippe (2015/16) und den VfL Gummersbach (2017/18) spielte: „Ich bin offen! Ich habe damals gesagt, dass ich glaube, dass meine Zeit in Deutschland vorbei ist. Aber ich hatte zum Beispiel ein bisschen Kontakt mit Leipzig für die nächste Saison. Es hat nicht geklappt, aber ich hatte Kontakt. Vielleicht ist es nicht vorbei für die Mannschaften in der Bundesliga. Ich habe sehr gute Jahre im Europapokal gespielt. Toulouse ist eine super Mannschaft in der französischen Liga. Das Niveau dort ist super. Also wer weiß?“

Den Rechtshänder mit zwei Staatsbürgerschaften kann man getrost als Handball-Globetrotter bezeichnen. Erwin Jan Feuchtmann Pérez spielte außer in Deutschland und Frankreich bereits in Spanien, Rumänien, in der Türkei und in Österreich.

Sein Großvater Friedrich Feuchtmann (1898–1985) war in den 30er-Jahren von Mannheim nach Chile ausgewandert. Feuchtmanns Geschwister Emil, Harald und Inga spielen ebenfalls Handball.

Bei der WM 2023 erzielte Feuchtmann 54 Tore für Chile, ab kommender Woche trifft er in der Unity Arena (Oslo/Norwegen) in Vorrunden-Gruppe F auf Schweden, Spanien und Japan. Platz 3 und die Hauptrunde sind für die Chilenen nicht unmöglich.

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Quelle: DYN

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