Real Madrid ist ein Klub der Superlative. Die Ansprüche sind die höchsten – und werden sie nicht erfüllt, herrscht größte Aufregung.
Nach drei Unentschieden in der Liga bekommt das auch Trainer Xabi Alonso (44) immer stärker zu spüren. Die Unruhe im Verein wächst. Noch genießt der Ex-Leverkusen-Trainer das Vertrauen der Klub-Führung um den mächtigen Präsidenten Florentino Perez. Alonso war und ist der Wunschkandidat des Real-Bosses. Doch auch die Geduld des 78-Jährigen ist nicht grenzenlos.
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Die Königlichen gastieren heute Abend (19 Uhr) zu einem schwierigen Auswärtsspiel bei Athletic Bilbao. Real braucht einen Sieg, um den Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona wieder auf einen Punkt zu verkürzen. In spanischen Medien wird betont, dass es kein „Endspiel“ für Alonso ist – aber sehr wohl ein richtungweisendes.
Die Ergebnisse der Madrilenen im Dezember, aber vor allem das Abschneiden in der Supercopa sollen demnach „entscheidend“ für die Zukunft des Trainers sein, schreibt die Tageszeitung „as“.
Die Spiele des spanischen Supercups werden vom 7. bis 11. Januar ausgetragen. Real trifft in seinem Halbfinale auf Atlético Madrid, im zweiten Halbfinale stehen sich der FC Barcelona und Bilbao gegenüber.
Es sei üblich, dass nach der Supercopa Zwischenbilanz gezogen werde. Das betrifft nicht nur den Trainer, sondern auch Vorgänge innerhalb der Mannschaft. „Es handelt sich um wohlüberlegte und durchdachte Entscheidungen“, schreibt die „as“.
Bis dahin muss Alonso die Wende schaffen. Es gehe laut „as“ darum, „eine Entwicklung umzukehren, die im Verein langsam Anlass zur Sorge gibt. Aus fünf Punkten Vorsprung vor Barcelona sind vier Punkte Rückstand geworden, und nun wartet man gespannt auf das Ergebnis im San Mamés. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Barça-Mannschaft vor einer Woche, nach der Niederlage gegen Chelsea, orientierungslos und verloren wirkte“.
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Auch für Alonsos Vorgänger Carlo Ancelotti (66) war die Zeit um die Supercopa eine entscheidende. Real wurde Anfang des Jahres im Finale von den Katalanen schwer gedemütigt, ging mit 2:5 unter. Der Italiener wackelte daraufhin, hielt sich nur durch einen zittrigen anschließenden Erfolg im Pokal gegen Celta Vigo im Amt – musste aber zum Saisonende gehen.


