Brodelt es in der königlichen Kabine?
Sportlich läuft es für Real Madrid rund. In der Liga hat der Spanien-Rekordmeister als Spitzenreiter fünf Punkte Vorsprung auf Erzrivale Barcelona und in der Champions League holte das Team drei Siege aus drei Spielen.
Und trotzdem droht Trainer Xabi Alonso (43), die Kabine zu verlieren. Das berichtet zumindest „The Athletic“.
Demnach soll der Spanier einige Methoden eingeführt haben, die sich stark von denen seines Vorgängers Carlo Ancelotti (66) unterscheiden. Alonso fordert deutlich mehr Disziplin und intensivere Krafttrainingseinheiten. Dazu setzt er auf detailliertere Videoanalysen, sowohl in der Gruppe als auch individuell. Diese Veränderungen kommen bei einigen Stars offenbar nicht gut an.
Alonsos Ansatz: Es soll anders sein als unter Ancelotti. Bedeutet: Zusätzliche Trainingseinheiten. Nur das unbedingt notwendige Personal hat Zutritt zum Trainingsgelände. Der Zugang zur Umkleidekabine vor Spielen oder in der Halbzeit ist eingeschränkt. Aufstellungen sollen nicht mehr durchsickern. Selbst die Begleiter der Spieler unterliegen nun Beschränkungen. Es geht um Konzentration und Privatsphäre.
Boss-Einlauf enthüllt: Weil Karl DAS machte
Das kommt nicht besonders gut an bei den Real-Star. Eine namentlich nicht genannte Quelle sagte zu „The Athletic“: „Einige von ihnen haben auch ohne all diese Neuerungen große Erfolge gefeiert und beschweren sich nun darüber.“
Dazu stichelte eine Person aus dem Umfeld eines erfahrenen Real-Spielers: „Er hält sich für Pep Guardiola, aber im Moment ist er einfach nur Xabi.“
Alonso (seit Juni bei Real) soll wohl bei seinen Spielern einen distanzierten und unnahbaren Eindruck vermitteln. Dem Bericht zufolge vermissen mehrere Real-Stars die zwischenmenschlichen Qualitäten von Vorgänger Ancelotti. Unter dem Italiener durften sie sich zudem auf dem Platz mehr ausleben. Alonso hingegen gibt einen strengen Spielstil vor.
In den vergangenen Wochen haben sich die Spannungen zwischen Alonso und einigen Spielern der Madrider Mannschaft verschärft. Es herrsche jetzt teilweise große Unzufriedenheit mit Alonso, heißt es.

Deutliches Bild: Vinicius Jr. (r./25) beschwert sich lautstark nach seiner Auswechslung
Das zeigte sich auch beim Clásico-Sieg am vergangenen Sonntag (2:1). Nachdem Superstar Vinicius Jr. (25) in der 72. Minute ausgewechselt wurde, reagierte er sichtlich verärgert und stampfte sofort in den Kabinentrakt, ohne seine Mitspieler oder Alonso zu beachten. Dabei schimpfte er: „Immer ich! Ich verlasse das Team! Es ist besser, wenn ich gehe. Ich gehe!“
Die Alonso-Reaktion auf den Ausraster: „Das besprechen wir intern.“

