In einem irren Elfmeterschießen haut Real Madrid den Lokalrivalen Atlético aus der Champions League! Anschließend kochten die Gemüter hoch. Auf die Beschwerden der Atlético-Stars reagierte Reals 2-Meter-Keeper Thibaut Courtois heftig.
Besonders eine Szene hatte für Zoff gesorgt. Wegen eines nicht gegebenen Treffers im Elferschießen war Atlético stocksauer. Denn der Versuch von Stürmer Julian Alvarez zählte nicht, weil er den Ball nach Ansicht des VAR zweimal berührt hatte.
Bedeutet: Der eigentlich verwandelte Elfmeter des Stürmers wurde zurückgenommen, da er beim Ausrutschen den Ball aus Versehen scheinbar minimal mit dem linken Fuß berührt hatte, bevor er mit dem rechten Fuß abschloss – eine unerlaubte Doppelberührung also.
Aber hatte der Stürmer die Kugel wirklich doppelt getroffen?
Atlético-Trainer Diego Simeone war sich ganz sicher, dass „der Ball sich nicht bewegt“ hatte. Auf der Pressekonferenz fragte der Coach die Journalisten: „Kommt schon, hat irgendjemand hier gesehen, dass der Ball zweimal berührt wurde?“ Dann redete sich der Argentinier in Rage: „Hebt die Hand! Na los, wer hat gesehen, dass Julian den Ball zweimal berührt hat? Wer hebt die Hand? Keiner?“
Einem Real-Star passte das nachträgliche Beschweren des Gegners gar nicht. Real Madrids Torhüter Thibaut Courtois kritisierte Atlético scharf. Der belgische Riese: „Ich habe diese Opferrolle satt. Sie sollen aufhören, immer über solche Dinge zu jammern.“
Courtois erklärt die Entscheidung: „Die Schiedsrichter wollen weder in Spanien noch in Europa eine Mannschaft begünstigen, sie haben es klar gesehen und so entschieden. Sie sind auch nur Menschen, und dank der Technik haben sie es klar erkannt.“
Von 2011 bis 2014 hatte Courtois selbst im Tor von Atlético gestanden, jetzt empfahl er seinem Ex-Klub, der solle lieber sich selbst einen Vorwurf machen statt dem Schiedsrichtergespann: „Wenn man in der ersten Minute 1:0 führt und nicht auf das zweite Tor geht, dann ist das der Fehler.“

