Die Kritik an Liverpools Sommer-Zugängen reißt nicht ab. Diesmal trifft es Milos Kerkez.

Samstag verlor der FC Liverpool in der Premier League 1:2 bei Chelsea, kassierte damit die dritte Niederlage in Folge (zuvor 1:2 bei Crystal Palace und 0:1 bei Galatasaray in der Champions League). Jeweils mit auf dem Platz stand Linksverteidiger Kerkez – vernichtendes Urteil über sein Auftreten.

Ex-England-Nationalspieler Gary Neville (50/85 Länderspiele) im „The Gary Neville Podcast“: „Der Junge sieht, um ehrlich zu sein, derzeit wie ein Jugendspieler aus. Ich weiß, dass er ein guter Spieler ist, aber er wirkt, als würde er für die Jugendmannschaft oder die U21 spielen. Er wirkt so naiv, er wirkt wie ein Baby da draußen. Er verliert 50:50-Situationen gegen Neto (Spieler des FC Chelsea; Anm. d. Red.). Er hat Premier-League-Erfahrung, es ist nicht so, als käme er aus einem anderen Land.“

Der ungarische Nationalspieler (25 Länderspieler) wechselte im Sommer für fast 47 Mio. Euro von Bournemouth nach Liverpool, unterschrieb einen Vertrag bis 2030.

„Hat man nicht geheim gehalten“: Ist das der Grund für die Wirtz-Krise?

Quelle: BILD

Neville: „Er hat schon viele Spiele auf dem Buckel und hat schon früher auf diesen Plätzen gespielt, also habe ich damit gerechnet, dass er sich gut einfügt.“ 73 Spiele absolvierte Kerkez jetzt in der Premier League, siebenmal davon stand er für Liverpool auf dem Platz.

Trainer Arne Slot über Kerkez‘ Leistung: „Er hat in zwei Spielen 90 Minuten gespielt und jetzt das dritte Spiel innerhalb einer Woche, was er von seiner Zeit in Bournemouth nicht gewohnt ist.“

Fest steht: Der Ungar ist nicht der einzige Star von Liverpool, der gerade in der Kritik steht. Über Florian Wirtz (22/kam für 125 Mio. aus Leverkusen) sagte Jamie Carragher zuletzt: „Im Moment denke ich, dass er aus der Mannschaft herausgenommen werden muss, damit Liverpool zu dem zurückkehren kann, was es in der letzten Saison war – um wieder Selbstvertrauen und defensive Stabilität aufzubauen. Denn im Moment ist es ein Chaos.“

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