Dem FC Chelsea könnte es jetzt ordentlich an den Kragen gehen …

Der englische Fußballverband (FA) hat Anklage gegen die „Blues“ erhoben. Grund: Mutmaßliche Verstöße gegen zahlreiche Vorschriften. Das teilt die FA auf ihrer Website mit.

Demnach geht es um insgesamt 74 Anklagepunkte aus der Amtszeit des ehemaligen Klubbesitzers Roman Abramowitsch. Der russische Milliardär hatte den Londoner Klub im Mai 2022 an ein Konsortium um den US-Unternehmer Todd Boehly verkauft.

Laut der „Sun“ drohen Chelsea nun Strafen in Rekordhöhe. Die FA kann die Londoner etwa mit Punktabzügen, einer Transfersperre oder auch einer Geldstrafe sanktionieren. Wie die „Daily Mail“ berichtet, gilt eine Geldstrafe als die wahrscheinlichste Option, weil sich der Verein kooperativ zeige.

Mutmaßliche Regelverstöße liegen zehn Jahre zurück

Die mutmaßlichen Regelverstöße sollen sich hauptsächlich in den Spielzeiten 2010/11 und 2015/16 ereignet haben und laut der FA im Zusammenhang mit Spielerberatern, Vermittlern und Investitionen Dritter (Third Party Investment) stehen. Nähere Details dazu nennt der Verband zunächst nicht. Der FC Chelsea hat bis zum 19. September 2025 Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Ehemaliger Chelsea-Klubbesitzer Roman Abramowitsch

Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa

In einer Stellungnahme auf der Klubwebsite betonen die Chelsea-Verantwortlichen, sie hätten die FA und alle zuständigen Aufsichtsbehörden selbst auf potenzielle Regelverstöße aus der Zeit vor der Übernahme aufmerksam gemacht.

Chelsea verspricht enge Zusammenarbeit mit FA

„Der Klub hat während dieses Prozesses eine beispiellose Transparenz gezeigt, unter anderem durch die umfassende Offenlegung seiner Unterlagen und historischen Daten“, heißt es. „Wir werden weiterhin eng mit der FA zusammenarbeiten, um diese Angelegenheit so schnell wie möglich abzuschließen.“

Nicht das erste Mal, dass Chelsea bestraft wird. Die Uefa hatte den Klub im Sommer wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay ebenfalls zu hohen Strafen verdonnert.

ttn-36