Jürgen Klopp verfolgt noch immer, was bei seinem Ex-Verein Liverpool so passiert. Deshalb ist die Freude bei ihm groß, dass sich die „Reds“ in diesem Sommer mit Florian Wirtz verstärkt haben.

Im Interview mit der „Welt am Sonntag“ sagt Klopp: „Florian ist ein außergewöhnlich guter Spieler, der in jungen Jahren schon eine schwere Verletzung hatte (Kreuzbandriss – d. R.), aber im Anschluss da weitergemacht hat, wo er aufgehört hatte. Respekt.“

Sein Ratschlag an Wirtz: „Und wenn man in Liverpool nicht auf das Wetter achtet, ist da ein wunderbarer Klub, bei dem man gern Teil des Ganzen sein möchte.“

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Quelle: BILD

140 Millionen Euro wird Leverkusen für den Nationalspieler fix an Ablöse und realistischen Boni innerhalb der nächsten fünf Jahre kassieren. Zehn Millionen können für herausragende Erfolge wie den Gewinn der Champions League noch hinzukommen.

Angesprochen auf die Mega-Ablöse sagt er: „Aber die einen bekommen es ja nicht sofort – und die anderen müssen es auch nicht direkt zahlen. Das verlagert sich über die Jahre. Doch keine Frage, das ist eine Wahnsinnssumme, die einem Spieler in Liverpool aber auch nicht vor Augen gehalten wird, sollte es mal zwei, drei Spiele nicht gut laufen. Wir sind uns alle einig, dass wir hier über einen tollen Spieler reden.“

Florian Wirtz (22) unterschrieb am 20. Juni in Liverpool seinen Vertrag

Florian Wirtz (22) unterschrieb am 20. Juni in Liverpool seinen Vertrag

Foto: Liverpool FC via Getty Images

Klopp arbeitet seit Januar bei Red Bull als „Head of Global Soccer“. Zu Zeiten als Liverpool-Trainer (2015-2014) hatte er 2016 gesagt, dass er dreistellige Ablösesumme ablehne. „Wenn du einen Spieler für 100 Millionen Pfund holst und er sich verletzt, dann geht das alles durch den Schornstein“, sagte er damals: „An dem Tag, an dem das Fußball ist, habe ich keinen Job mehr.“

Klopp sagt nun: „Ich weiß, dass ich mal gesagt habe, dass ich raus bin, wenn wir für einen Spieler 100 Millionen Euro zahlen. Doch die Welt verändert sich. Der Markt ist nun mal so. Mein Teil des Fußballs wird immer das Spiel an sich bleiben, aber wenn man im Spitzenbereich spielen will, kann man nicht alle Spieler selbst ausbilden, sondern muss dann eben auch woanders zugreifen. Das mag nicht jedem gefallen.“

Und weiter: „Im englischen Fußball hat das, was da manchmal auf dem Transfermarkt geschieht, keinerlei Einfluss auf die Emotionalität oder das Zughörigkeitsgefühl der Menschen, Teil des Ganzen zu sein. Und dann gehört eben auch zur Wahrheit, dass es einen Transfer wie diesen nicht alle Tage gibt.“

Am 7. Juli startet Wirtz in sein neues Kapitel. Sechs Tage später könnte es zum ersten Testspiel für Liverpool kommen. Dann geht es gegen Preston North End – womöglich mit Wirtz.

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