Was ist denn plötzlich bei Ratiopharm Ulm los?
Der Deutsche Basketball-Vizemeister verliert schon wieder, diesmal in der heimischen Ratiopharm Arena gegen die Frankfurt Skyliners mit 67:75.
Routinier Chris Sengfelder analysiert nach dem Spiel sachlich, aber sehr klar am Dyn-Mikro bei Stefan Koch:[–> „67 Punkte sind nicht unser Anspruch offensiv, vor allem nicht zu Hause. Es liegt daran, dass wir uns die freien Würfe nicht erspielt haben in der entscheidenden Phase. Wir hatten in der entscheidenden Phase außerdem ein paar Ballverluste, die wir uns nicht erlauben dürfen.“
Zu Beginn der Saison wirkte Ulm wie der Bayern-Jäger Nummer 1, feierte drei Siege in der Easycredit BBL und zwei im Eurocup. Die Bilanz seitdem: Verheerend! Drei Pleiten in der Liga, zwei im Eurocup, dazu chancenlos im Pokal-Achtelfinale bei Alba Berlin. Insgesamt gab es zuletzt fünf Pleiten in Serie.
Basketball: Ratiopharm Ulm verliert gegen die Frankfurt Skyliners
Sengfelder hat dabei offenbar ein Knack-Spiel ausgemacht: „Wir haben ein sehr bitteres verloren gegen Besiktas, das war sehr frustrierend.“ Er sieht aber grundlegendere Probleme: „Defensiv sind wir nicht da, wo wir sein wollen. Es war ein Traumstart, auf jeden Fall. Das Tempo so beizubehalten, war vielleicht auch schwierig, aufgrund der Unerfahrenheit, die wir vielleicht haben, und aufgrund dessen, wie neu wir zusammengewürfelt sind.“
Gegen die Skyliners finden die Ulmer zu keiner Zeit zu ihrem Spiel, besonders offensiv ist Vieles Stückwerk. Daran ändert auch das Heim-Comeback von Tommy Klepeisz nichts, der mit einem Spruchband begrüßt wird: „Schön, dass Du wieder zu Hause bist, Tommy!“ Der Österreicher kommt in 28 Minuten auf sieben Punkte und fünf Assists.
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Der Vizemeister steht jetzt in der Tabelle bei drei Siegen und drei Niederlagen – und hat damit genauso 6:6 Punkte wie Vorjahres-Aufsteiger Frankfurt.
Die Skyliners legen in dieser Saison eine absolut irre Serie aufs Parkett. Der Sieg bei den extrem heimstarken Ulmern war im dritten Auswärtsspiel der dritte Erfolg. Zu Hause geht dagegen gar nichts: Drei Spiele, drei Pleiten in der BBL, dazu das Pokal-Aus in der ersten Runde gegen die MHP Riesen Ludwigsburg.
Skyliners-Profi Radii Caisin bei Dyn: „Eine Erklärung habe ich ehrlich gesagt auch nicht. Auswärts spielen wir super, das müssen wir jetzt auch daheim irgendwie hinkriegen und auch mal unsere Fans belohnen, dass wir einen Heimsieg holen.“
Im Interview verrät er auch noch ein interessantes Erfolgsgeheimnis: „Wir haben unseren Gameplan sehr gut umgesetzt, bestimmte Spieler zu attackieren oder andere rauszunehmen. Und als Team super zusammengehalten, das ist der Hauptpunkt.“


