Ungewöhnliche Szenen beim 2:2-Unentschieden der deutschen Fußballerinnen in Holland.

Im ersten Spiel der Nations League versammeln sich die Spielerinnen während Spielunterbrechungen in der 1. Hälfte zweimal auf dem Platz, besprechen sich mitten während der Partie. Ein klares Zeichen: Mit der eigenen Leistung sind die Spielerinnen nicht zufrieden. Eine Steigerung muss her. TV-Expertin Almuth Schult (34) in der ARD: „Gut, dass die Mannschaft das intern gleich auf dem Feld klärt.“

Bundestrainer Christian Wück (51) hatte vor dem ersten großen Härtetest angekündigt: „Die Zeit der Experimente ist vorbei.“ Im Tor setzt der Coach wegen ihrer Erfahrung auf Ann-Katrin Berger. Ein Zeichen, dass die Olympia-Heldin auch bei der Europameisterschaft im Juli im deutschen Kasten stehen dürfte.

Wegen der Ausfälle von Doorsoun und Hendrich muss Wück, der nach Olympia von Horst Hrubesch (73) übernommen hatte, die Abwehr umbauen.

Klappt zu Beginn gegen die schnellen Holländerinnen aber gar nicht: Beerensteyn umkurvt Knaak und schiebt die Kugel durch die Beine von Berger zum 1:0 ins Tor (13.).

Kurz vor der Pause schlagen die deutschen Frauen zurück. Bei der ersten klaren deutschen Chance erzielt Schüller den Ausgleich. Die Bayern-Stürmerin trifft nach einer Flanke von Bühl per Kopf zum 1:1 (45.+1).

Was für ein Start in die 2. Hälfte! Nach toller Vorarbeit von Brand erzielt Nüsken das 2:1 (50.). Ist das der Sieg? Nein! Beerensteyn schnürt den Doppelpack, macht per Kopfball das 2:2 (66.).

Vor fast genau einem Jahr hatte sich das deutsche Team mit einem 2:0-Sieg in Holland das Olympiaticket gesichert. Jetzt starten die deutschen Frauen mit dem Unentschieden ins Europameisterschaftsjahr …

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