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Seit Tagen hatten Basketball-Zweitligist Eisbären Bremerhaven die Pressekonferenz mit John Bryant (38) geplant. Erst, um ihn vorzustellen. Dann, nach seiner Verletzung letzten Freitag, um über seinen Zustand und Zukunft aufzuklären.

Doch wer fehlte am Donnerstag bei der Pressekonferenz? John Bryant …

„Er hat kurzfristig einen OP-Termin in München bekommen und wird noch am Freitag operiert“, erklärte Bremerhavens Geschäftsführer Max Melching die Abwesenheit des Centers. Bryant flog deshalb noch am Mittwochabend in die bayrische Landeshauptstadt. „Es ist eine Ruptur der Achillessehne. Wie stark oder wie schlimm es ist, kann ich nicht sagen. Sicher ist nur: John wird in dieser Saison nicht mehr für uns auflaufen können.“

Bryant-Trainer Steven Esterkamp: „In seinem Kopf will er es nochmal versuchen.“

Am Freitag hat Bryant einen OP-Termin in der Unfallklinik Murnau, rund 70 Kilometer südlich von München. In der Klinik wurde auch schon Bayern-Star Jamal Musiala und Ex-Nationalmannschafts-Keeper Manuel Neuer erfolgreich operiert.

Bryant-PK ohne John Bryant. Von dem verletzten Center hängt bei der Pressekonferenz nur ein Trikot im Raum. Trainer Steven Esterkamp, Profi Lorenz Brenneke und Geschäftsführer Max Melching (v.l.)

Foto: Eisbären Bremerhaven

SPORTBILD erreichte den Basketball-Profi am Abend. „Ich habe mich sehr auf Bremerhaven gefreut und war bereit, dort Leuten zu helfen, die mich sehr korrekt und vertrauensvoll behandelt haben“, so Bryant. Die Reha wird sich über mehrere Monate hinziehen. Sollte alles glattlaufen, will er offenbar seine Karriere fortsetzen. Zumindest klingt er gewohnt kämpferisch: „Nach meiner Familie ist Basketball meine zweite große Liebe. Ich kann ihr jetzt nicht böse sein, dass sie mir die erste richtig große Verletzung beschert hat, die mich nun bremst.“

Sieht Bremerhavens Geschäftsführer ähnlich: „Von einem Ende seiner Laufbahn hat er nicht gesprochen“, so Max Melching auf der Pressekonferenz. „Wie es weitergeht, ist in alle Richtungen offen.“ Das bestätigt auch Eisbären-Trainer Steven Esterkamp. Der kennt Bryant seit vielen Jahren sehr gut. Erst spielten sie in Ulm zusammen, sppäter trafen sie sich in Paderborn wieder, wo Esterkamp den US-Amerikaner trainierte: „Ich glaube nicht, dass es eine letzte Saison ist“, sagte Esterkamp. „In seinem Kopf will er es nochmal versuchen.“

Foto: BILD

Und das trotz seines fortgeschrittenen Alters von 38 Jahren. „Nur weil er jetzt mit 38 Jahren so eine Operation hat, hat er überhaupt nicht ans Aufhören gedacht“, so sein Anwalt Herrlin Markja. Der hatte in der letzten Woche durch den Gang vors Arbeitsgericht die Freigabe von den Syntainics MBC für Bremerhaven erreicht. Bryant: „Ich bereue nichts und habe mir in dieser ganzen Story nichts vorzuwerfen. Den Eisbären drücke ich die Daumen und habe jetzt ausschließlich meine Reha im Blick – und meine Family.“

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