Jetzt spricht der entlassene Trainer.

Eine Woche nach dem Handball-Beben bei Meister Füchse Berlin, der Verein trennte sich mit einem beispiellosen Doppelrauswurf von Sportboss Stefan Kretzschmar (52) und Trainer Jaron Siewert (31), meldet sich der Coach erstmals ausführlicher zu Wort und lässt kein gutes Haar an Geschäftsführer Bob Hanning (57) und den Gesellschaftern.

Siewert, der seinen Rauswurf gerade auf einer Ostsee-Insel verarbeitet, schreibt auf seinem Instagram-Account: „Es ist etwas Zeit vergangen, und die ersten Emotionen haben sich gelegt. Was bleibt, ist tiefes Unverständnis – und eine große menschliche Enttäuschung gegenüber den Entscheidungsträgern der Füchse Berlin. Einen Jungen aus Reinickendorf, welcher ein Inbegriff der Vereinsphilosophie war und sich auch dieser mit voller Hingabe als Cheftrainer verschrieben hat, so vor die Tür zu setzen, schmerzt am meisten.“

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Quelle: DYN

Und Siewert schildert den schlimmsten Tag seiner Trainer-Laufbahn so: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen klarzustellen: Mein Ausscheiden bei den Füchsen Berlin war die alleinige Entscheidung der Gesellschafter und der Geschäftsführung. Ich ging an jenem Donnerstag (die Füchse kamen 6 Uhr früh vom Auswärtsspiel in Göppingen, d. Red.) in das Gespräch mit dem festen Glauben, den bereits besprochenen neuen Vertrag zu unterschreiben – und wurde völlig unerwartet freigestellt. Das hat mich eiskalt getroffen.“

Siewert: „Ein gegebenes Wort war nichts wert“

Sicherlich handeln Geschäftsführer in der Überzeugung, das Beste für den Verein zu tun – auch wenn das für mich momentan nur schwer nachzuvollziehen ist.

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Foto: BILD

Und auch in seinem größten Frust und Enttäuschung stellt sich Siewert vor seine ehemalige Mannschaft, sagt: „Besonders wichtig ist mir: Weder einzelne Spieler noch Spielergruppen hatten mit dieser Entscheidung etwas zu tun. Nach vielen persönlichen Gesprächen war es mir sehr wichtig, auch dafür Gewissheit zu bekommen.“

Trotzdem bin ich tief enttäuscht, dass ein gegebenes Wort nichts wert war. Dass zudem der „öffentliche Druck“ als Begründung für diese Entscheidung herangezogen wird – obwohl man die Thematik selbst in die Medien gebracht hat – ist für mich nicht nachvollziehbar.

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