Der Rauswurf von Xabi Alonso (44) als Real-Madrid-Trainer wird noch immer heiß diskutiert. Jetzt hat Thierry Henry (48) den Ex-Leverkusener nach dessen Rauswurf in Schutz genommen.
Gegenüber dem US-Sender CBS wurde Henry deutlich: „Ich finde es immer lächerlich, dass ein Trainer nach nur sechs Monaten im Amt Probleme bekommen kann. Aber weißt du, in einem Verein vom Kaliber Real Madrid oder Barça kann man morgens aufwachen und schlechte Nachrichten hören, weil sich die Dinge ändern können und sich letztendlich auch ändern. Ich finde das absurd.“
Alonso war erst im Sommer 2025 unter viel Euphorie zu Real Madrid zurückgekehrt, sollte die „Königlichen“ wieder an die Spitze Spaniens führen. Doch schon am Montag endete seine Zeit an der Real-Seitenlinie nach einer 2:3-Pleite im Supercopa-Finale gegen den FC Barcelona.
Alonso-Aus: Hat Real Madrid ein Ego-Problem?
Für Henry war das eindeutig zu früh: „Ich glaube nicht, dass man den Trainer in Frage stellen sollte. Wenn man einen Trainer in dieser Position hat, versucht man zu sehen, was er leisten kann.“ Alonso hinterlässt Real als Tabellenzweiter mit nur vier Zählern Rückstand auf Barça, die Ergebnisse allein können also kaum zum Rauswurf geführt haben. Stattdessen sollen dem Coach einmal mehr die großen Egos in der Madrider Kabine zum Verhängnis geworden sein.
Xabi Alonso (44) war nur sechs Monate Trainer von Real Madrid
So erklärte Henry: „Für manche trainiert er zu viel und managt zu wenig. Ich persönlich bin anderer Meinung, aber so ist es nun mal. Alonso tut mir leid, denn man sieht, was er mit Leverkusen erreicht hat, als er eine Mannschaft trainieren konnte, die auf ihn hörte.“ Der Franzose sieht also eher das Starensemble Reals in der Schuld als den Trainer.
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Hierbei sieht er ein allgemeines Problem bei den Königlichen. „In Barcelona lassen sie die Spieler einfach Spieler sein. Dort werden die Trainer ausgebildet. Sie haben einen Spielstil, der respektiert werden muss und der innerhalb des Vereins respektiert wird. Bei Madrid ist der Ansatz anders. Sie (die Spieler, d. Red.) sind neunzig Prozent Spieler, zehn Prozent Trainer. Man muss ihnen das Ruder überlassen. Manchmal kommt das Ego ins Spiel und die Dinge werden kompliziert.“


