Hart, härter, Handball-WM!

Bei den Spät-Spielen der Weltmeisterschaft in Dänemark, Norwegen und Kroatien läuft am Freitagabend für die Favoriten alles nach Plan. Dieses Mal gibt es keine bösen Überraschungen, eher für die Underdogs ein paar Beulen mehr.

Handball-WM-Akrobatik: Spektakuläres Pirouetten-Tor

Quelle: Sportdeutschland.TV

Guinea gegen Ungarn 18:35 (9:20)

Bitter, der einzige WM-Debütant Guinea (nur 1000 aktive Handballer) verliert nicht nur sein zweites Spiel, sondern auch noch seinen Rückraumspieler Fenotina Bryan Doisel. Es sind noch nicht einmal vier Minuten gespielt, da knallt der 26-Jährige mit seinem ungarischen Gegenspieler zusammen. Dem Westafrikaner spritzt das Blut aus einer Platzwunde am Kopf, er wird am Spielfeldrand sofort behandelt. Muss in die Kabine und kommt nicht wieder zurück.

Die Ungarn, die beim Auftakt gegen Nordmazedonien nur 27:27 gespielt hatten, fahren den ersten Sieg ein. Beste Werfer sind Zoltán Szita (7 Tore) und Bence Imre (6 Treffer).

Teaser-Bild

Handball-WM 2025 – Alle Spiele LIVE auf Sportdeutschland.TV (Anzeige)

Kroatien gegen Argentinien 33:18 (18:7)

Wie das Messer durch die Butter marschiert die kroatische Mannschaft von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson (51), wurde 2016 mit Deutschland Europameister, zum Sieg. Konzentriert von An- bis Abpfiff lassen die Co-Gastgeber der WM in Zagreb den Südamerikanern keine Chance. Schon nach 20 Minuten steht es 14:6.

Paul Drux (30), Experte bei Sportdeutschland.TV: „Man sieht schon ganz deutlich die Handschrift von Dagur, der sehr viel Wert auf die Abwehr legt.“ Und Drux freut sich: „Ich finde diese Gruppe super spannend, denn es ist die einzige Gruppe, wo die Teams von vier Kontinenten kommen. Da sieht man alle Spielstile.“

USA gegen Norwegen 17:33 (7:13)

Aufatmen beim dritten Gastgeber der WM. Nach der bitteren Auftakt-Pleite (26:29) gegen Brasilien gewinnen die schon arg unter Druck stehenden Norweger in Oslo das Spiel gegen die USA. Auch sie haben keine Mühe.

Drux: „Ich war schon sehr überrascht, dass Norwegen gegen Brasilien verloren hat. Und ich habe das Gefühl, dass ihr Top-Star Sander Sagosen mental mit dem Heimdruck noch nicht so richtig fertig wird. Da ist der Sieg jetzt wirklich Balsam auf die Seele.“

ttn-36