Beim 33:27-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Kroatien hat Magdeburg-Linksaußen Lukas Mertens ein kleines Jubiläum gefeiert: Der letzte Test vor der Handball-EM war sein 70. Spiel für die DHB-Auswahl, ihm gelangen vier Treffer. Kurios: Dass Mertens über die komplette Spielzeit ran durfte, lag vor allem am Pech des zweiten Linksaußen im Kader, Rune Dahmke. Die Koffer des Routiniers vom THW Kiel hingen im Schnee-Chaos am Flughafen Amsterdam fest – der Inhalt könnte wichtiger kaum sein!

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Im Koffer des 32-Jährigen befinden sich nämlich seine Schuhe, inklusive Spezialeinlagen. Das hatte Folgen: Die fehlenden Einlagen sorgten beim Kieler in den letzten Tagen für leichte Wadenprobleme. Aus Vorsicht wurde Dahmke in den Kroatien-Spielen geschont, es schlug die Stunde für Lukas Mertens. Und die nutzte er: Während seine Leistung im ersten Test ausbaufähig war, trat er im zweiten Spiel merklich konzentrierter auf – und treffsicherer. Mit vier Toren gehörte er beim zweiten Sieg zu den besten drei deutschen Werfern. „Das fühlt sich gut an, gute Abwehr. Wir sind vorne ruhig und machen das, was wir uns vorgenommen haben”, so Mertens in der Halbzeit am ARD-Mikrofon.

Handball: Koffer-Probleme bei Deutschlands EM-Star Rune Dahmke

Wenn am 15. Januar der deutsche EM-Auftakt gegen Österreich ansteht (20.30 Uhr/ARD und Dyn), darf sich Mertens Hoffnungen auf reichlich Spielzeit machen. Zur Vorrunde, in der Österreich, Serbien und Spanien warten, sagte Mertens dem SCM-Presseteam: „Meiner Meinung nach ist das die schwerste Gruppe der EM.“ Immerhin: Reisen müssen die DHB-Handballer auch bei einem erfolgreichen Start nicht, alle Spiele finden im dänischen Herning statt. Mertens ist das recht: „Wir kennen die Halle mittlerweile gut, wissen, was für Bedingungen auf uns zukommen. Das ist ein absoluter Handball-Tempel.“ Bis dahin sollte es auch der Koffer von Rune Dahmke nach Dänemark geschafft haben – und die Einlagen.

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