Der Frauen-Handball in Leipzig meldet sich eindrucksvoll zurück.
Das zeigte nicht zuletzt das 33:24 zuletzt im Kracher der 2. Liga. Der HC Leipzig bezwang Verfolger Füchse Berlin und marschiert bisher mit 12 Siegen aus 12 Spielen geradewegs zurück in die Bundesliga.
HC Leipzig ohne Punktverlust vorn
„Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Die Mädels haben viele Dinge konstant gut umgesetzt. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, kompakter zu stehen und das Berliner Tempospiel gut zu verteidigen. Auch unsere Wurfquote war deutlich besser als in den letzten Spielen“, freute sich Trainer Erik Töpfer (29).
Der frühere Handball-Torwart, der für den EHV Aue und den THSV Eisenach spielte, musste seine Karriere verletzungsbedingt beenden. Im November 2023 übernahm er in Leipzig – und führte den einstigen Vorzeigeklub zunächst mal an die Spitze der 2. Liga. Und mit Wieland Schmidt (72) gibt es da sogar einen echten Olympiasieger als Torwart-Trainer. Er holte mit der DDR 1980 in Moskau Handball-Gold.
Gespielt wird wie zu Beginn der früheren Erfolgsgeschichte in der Sporthalle in der Brüderstraße, in der 800 Fans (ausverkauft) die Siegerinnen feierten. Die Halle ist allerdings für die Bundesliga nicht ausreichend. Es gibt deshalb konkrete Überlegungen, nach dem Aufstieg nach Markranstädt vor die Tore der Stadt umzuziehen, wo im Dezember vor 1200 Zuschauern schon mal „geprobt“ wurde.
Der HC Leipzig war einst Meister und Pokalsieger und vertrat die Leipziger Farben auch in zahlreichen Europacupspielen. Einer der Stars war Nationalspielerin Susann Müller, die nun Trainer der in Leipzig unterlegenen Füchse ist. Im Jahr 2017 musste der HCL Insolvenz anmelden und startete mit dem Spielrecht der 2. Mannschaft in der 3. Liga neu.
Jetzt ist er auf dem Weg zurück. Kapitänin Pauline Uhlmann: „Es war schön zu sehen, dass die Halle ausverkauft war. Es hat riesigen Spaß gemacht.“

