Wenn er irgendwann mal Enkel hat, kann André Gomes (26) ihnen erzählen, wo er überall schon Handball gespielt hat.

Alles begann für den portugiesischen Rückraumspieler in seiner Heimat bei ABC Braga. Nach vier Jahren beim FC Porto wechselte der Rechtshänder 2021 zur MT Melsungen in die Daikin Handball-Bundesliga. Seit 2023 erkundet er den Rest auf dem Globus.

Foto: BILD

Der größte Handball-Weltenbummler aller Zeiten

Nach Informationen von SPORT BILD hat Gomes ein neues Anlaufziel gefunden. Ab 1. Juli soll es ihn zum japanischen Top-Klub Toyota Auto Body ziehen. Im Gespräch ist ein Vertrag bis 2028, eingefädelt hat den Deal sein Berater Ates Oelke über seine Kontakte in die weite Welt. Dabei half, dass ein alter Bekannter Trainer beim Japan-Klub ist, der ebenfalls ein Handball-Globetrotter ist: der Däne Lars Walther (59).

Walthers Vereins-Liste ist lang und prominent. Seine Trainer-Laufbahn begann in Dänemark, in Deutschland coachte er die SG Flensburg-Handewitt, Eintracht Hildesheim und den TV Emsdetten. Der Klub in Japan ist Walthers 15. Trainer-Station.

Zurück zu Gomes. Im Sommer 2023 verließ er Melsungen, um in die Wüste zu gehen. Er heuerte für ein Jahr bei Al-Safa in Saudi-Arabien an.

Für eine Gage von garantiert 600 000 Euro netto, dazu kamen erfolgsabhängige Prämien. Insgesamt hätte der portugiesische Nationalspieler auf 900 000 Euro netto kommen können.

Ganz so viel verdiente er nach seiner Europa-Rückkehr im Februar 2024 bei Dinamo Bukarest in Rumänien nicht. Ab Sommer also Japan. Das Team von Toyota Auto Body ist dort aktueller Tabellenführer, die Mannschaft trägt den Spitznamen „tapfere Könige“.

Handball-Torwart maximal unglücklich: Er hält alles, aber DEN lässt er rein!

Lasse Ludwig: Füchse-Torwart wird zum tragischen Helden

Quelle: BILD/DYN

ttn-36