Auf diese Post hätte Christoph Schindler (42) sicherlich gerne verzichtet. Der Geschäftsführer des VfL Gummersbach aus der Daikin Handball-Bundesliga hat ein Schreiben aus der Liga-Zentrale bekommen – mit teurem Inhalt.

Grund des Briefs war Schindlers Ausraster beim dramatischen 31:32 im Heimspiel am 14. Dezember gegen den SC Magdeburg.

Foto: BILD

Geldstrafe für Gummersbachs Handball-Boss

Nach Informationen von SPORT BILD wurde Schindler von der Handball-Bundesliga mit einer 5000-Euro-Geldstrafe belegt. Der Gummersbach-Boss kann noch Einspruch gegen den Strafbescheid einlegen. Es ist allerdings völlig offen, ob er dieses Recht auch in Anspruch nehmen wird.

Was war an jenem 14. Dezember passiert? In der letzten Szene der Partie hatte Gummersbachs Nationalrechtsaußen Mathis Häseler die Gelegenheit zum 32:32, scheiterte jedoch an SCM-Torhüter Sergey Hernandez.

Zuvor hatte Häselers direkter Gegenspieler Matthias Musche beim Abwehrversuch mit beiden Füßen im Kreis gestanden und Häselers Wurfwinkel auch noch entscheidend verkleinert. Stein des Gummersbacher Anstoßes waren außer dieser Sequenz aber vor allem die Szenen danach.

Denn das Schiedsrichter-Duo Marcus Hurst/Mirko Krag diskutierte die Szene nach Spielende mit dem technischen Delegierten Thorsten Zacharias öffentlichkeitswirksam auf der Platte, um dann NICHT den Videobeweis zu Rate zu ziehen. Das brachte Schindler so auf die Palme, dass er das Spielfeld stürmte und von Ordnern zurückgehalten werden musste.

Weiterer Hintergrund für Schindlers Wut ist die offensichtlich unterschiedliche Nutzung des Videobeweises bei strittigen Situationen. Beispiel: Beim 29:29 (20. Dezember) zwischen dem THW Kiel und der TSV Hannover-Burgdorf kam es in der letzten Sekunde auf Rechtsaußen zu einem Fußkontakt von Kiels Eric Johansson mit Werfer Daniel Weber, der an THW-Keeper Andy Wolff scheiterte.

Im Gegensatz zur Szene in Gummersbach sicherten sich in Kiel die Schiedsrichter Marvin Cesnik und Jonas Konrad mit dem Videobeweis ab – und entschieden auf Siebenmeter für die Gäste, die noch den Ausgleich erzielten.

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Quelle: Dyn

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