Es ist einen Tag nach dem Ausscheiden in der Champions League das bestimmende Thema beim FC Bayern. Die Handspiel-Vergehen der PSG-Spieler Nuno Mendes (23) und Joao Neves (21), die von Schiedsrichter Joao Pinheiro (38) nicht geahndet wurden, sorgten nach Abpfiff für große Diskussionen – auch bei Josip Stanisic (26).
Vor allem der Kontakt von Neves im Pariser Strafraum nervt den Kroaten gewaltig. In der Mixed Zone erklärte er: „Ich glaube, die Handspieldiskussionen gehen uns langsam allen auf den Sack.“ Und weiter: „Mal wird so entschieden, ein anderes Mal wird wieder anders entschieden.“ Neves war in der 29. Minute von Teamkollege Warren Zaire-Emery klar an der Hand angeschossen worden, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.
Laut Regelwerk die richtige Entscheidung. Denn: Wird ein Spieler von einem Mitspieler angeschossen, liegt in der Regel kein strafbares Handspiel vor, es sei denn, daraus entsteht direkt ein Tor. Problem nur: Die Handspiel-Regularien sorgen immer wieder für große Diskussionen. Eine einheitliche Linie fehlt immer wieder.
Stanisic denkt ans Hinspiel
Stanisic erinnert dabei auch an das Hinspiel, bei dem ein zumindest diskussionswürdiger Handkontakt von Alphonso Davies für einen Elfmeterpfiff reichte. „Im Hinspiel wird auf Hand entschieden, obwohl der Ball vom Körper kommt und er nicht weit weg vom Ball ist. Diese Momente sind dann manchmal ausschlaggebend.“
Gleichzeitig weiß auch der 36-Jährige, dass der Schiedsrichter in dieser Situation in einer schwierigen Lage steckte. „Ich hätte gerne den Elfmeter gesehen, aber ich kann auch den Schiri nachvollziehen.“ Ein Strafstoß wäre die große Chance für die Bayern gewesen, den frühen Rückstand noch in der 1. Halbzeit zu egalisieren. Offensichtlich, wie umfassend diese Entscheidung das Spiel beeinflusst hätte.
Hätte, hätte – am Ende traf Harry Kane erst in der Nachspielzeit zum Ausgleich (1:1). Zu spät, um das Spiel noch zu drehen. Somit endet die Champions-League-Reise der Bayern auf bittere Art und Weise.
