Mit dem 1:1 bei Union Berlin gibt der FC Bayern im Meisterrennen seinem Verfolger Bayer Leverkusen eine weitere Chance, in der Tabelle Boden gut umachen.
Bereits in der Vorwoche hatten die Münchner zu Hause 2:3 gegen Bochum verloren – profitierten aber davon, dass Bayer zeitgleich gegen Werder patzte (0:2).
Noch ist der Vorsprung an der Spitze für den Rekordmeister komfortabel. Selbst im Falle eines Sieges von Verfolger Leverkusen heute (19.30 Uhr) gegen Stuttgart wären die Münchner mit sechs Punkten Vorsprung weiterhin souveräner Tabellenführer.
Sportvorstand Max Eberl (51) richtete dennoch nach dem Abpfiff an der Alten Försterei eine Meister-Warnung an seine Stars!
Eberl: „Wir müssen schon unsere Punkte machen. Und die wollten wir auch. Wir wollten sowohl gegen Bochum gewinnen als auch an diesem Spieltag vorlegen. Das war der ganz klare Auftrag an uns selbst. Das haben wir nicht geschafft und darüber ärgern wir uns. Man hört allenthalben, dass die Meisterschaft schon entschieden ist. Aber wir müssen noch die Punkte machen, um sie zu entscheiden.“
Bedeutet: Eberl will trotz der nach wie vor komfortablen Tabellensituation auf keinen Fall, dass Harry Kane (31) und Co. die zwei sieglosen Liga-Spiele in Folge zu locker nehmen und nach der Länderspielpause wieder Siege in der Meisterschaft einfahren, wo es für die Bayern am 29. März mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli wieder weitergeht.
Denn Eberl weiß: Die Chancen auf die Schale stehen immer noch sehr gut, rechnerisch ist der Titel aber noch nicht gewonnen!
Zur Wahrheit gehört außerdem, dass die Bayern beim 2:3 gegen Bochum Glück hatten, dass die Leverkusener parallel 0:2 gegen Bremen verloren und es somit verpassten, bereits bis sechs Punkte an die Münchner heranzurücken.
Und weiter: „Wenn wir Quäntchen Glück, das wir im Moment nicht haben in der Bundesliga, noch dazu bekommen, dann können wir wieder Siege einfahren. Die haben uns jetzt in den letzten zwei Spielen gefehlt. Aber wir machen uns noch keine Gedanken wegen Leverkusen. Wir sind immer noch auf Platz 1. Deswegen müssen wir das Spiel gegen Union einfach analysieren, abhaken und dann einfach die nächsten Spiele gewinnen.“
Klar ist dennoch: Zu viele Ausrutscher dürfen sich die Bayern trotz ihres Vorsprungs nicht mehr erlauben. Sonst könnte die Meisterschaft tatsächlich noch mal spannend werden …
