„Ja, absolut“, antwortete Hoeneß anlässlich Rummenigges 70. Geburtstag am Donnerstag im Gespräch mit Sport1 auf die Frage, ob Rummenigges Wechsel in die italienische Serie A den Verein gerettet habe.
Damals stand der FC Bayern mit rund sieben Millionen Mark in der Kreide – eine für damalige Verhältnisse sehr hohe Summe. Dann kam das Angebot von Inter Mailand: Rund elf Millionen Mark flossen nach München. Für Hoeneß, seit 1979 Bayern-Manager, war das der entscheidende Moment.
Rummenigge im Dress von Inter Mailand
Schuldenfrei – und der Grundstein für die Zukunft
„Wir waren auf einen Schlag schuldenfrei“, so Hoeneß. Doch damit nicht genug: Mit den verbliebenen vier Millionen wurde investiert – gezielt und mit Weitsicht.
Für zwei Millionen Mark kam Lothar Matthäus von Borussia Mönchengladbach, für eine weitere Roland Wohlfarth vom MSV Duisburg. Die letzte Million? Die legte Hoeneß zurück – und eröffnete damit das legendäre Festgeldkonto des Vereins.
Karl-Heinz Rummenigge, der bis dahin zehn Jahre im Bayern-Trikot aufgelaufen war, wurde so ungewollt zum Mann, der den Klub stabilisierte. Seine Bilanz in München: 422 Spiele, 217 Tore, 70 Vorlagen – ein Weltklassestürmer, damals einer der Besten Europas.
Auch bei Inter Mailand traf Rummenigge regelmäßig: 42 Tore in 107 Spielen. Nach drei Jahren in Italien wechselte er 1987 ablösefrei zum Schweizer Klub Servette Genf, wo er 1990 nach 56 Spiele und 35 Toren seine Karriere beendete.
Für Hoeneß steht fest: Ohne Rummenigges Wechsel wäre der FC Bayern nicht da, wo er heute steht. „Sein Transfer hat dem FC Bayern geholfen, gesund zu werden. Dafür müssen wir Karl-Heinz unendlich dankbar sein.“


