Ex-Bundestrainer Gordon Herbert (65) hat einen Platz in der Ruhmeshalle des deutschen Basketballs sicher. 2023 wurde die Nationalmannschaft unter seiner Führung in Manila durch ein 83:77 gegen Serbien zum ersten Mal Weltmeister!
Nach Platz vier bei den Olympischen Spielen in Paris endete vergangenen Sommer seine goldene Ära. Herbert unterschrieb bei Double-Sieger FC Bayern (Vertrag bis 2026). Zuvor hatte der DBB ausgeschlossen, dass ein Bundestrainer gleichzeitig auch einen Verein coacht.
Andere große Verbände sehen das nicht so eng …
Wird Herbert ein Känguru?
Laut „ESPN“ zählt Herbert zum engeren Kandidaten-Kreis für den Posten als Nationaltrainer in Australien! Zweiter Top-Kandidat auf die Nachfolge von Brian Goorjian (71) bei den „Boomers“ ist demnach der Headcoach von NBA-Klub Atlanta Hawks, Quin Snyder (58).
Die beiden anderen Kandidaten seien die Aussies Adam Caporn (42/Co-Trainer bei den Washington Wizards) und Will Weaver (40/zuletzte Brooklyn Nets).
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Der Chef von Basketball Australia, Jason Smith, wollte die Namen der Bewerber gegenüber ESPN nicht kommentieren, sagte nur: „Das Niveau der Bewerbungen für die Position hat eine große Tiefe und wir freuen uns über das Ausmaß an Interesse und die Qualität, die die Kandidaten haben.“
Die Boomers hatten in Paris Platz sechs belegt und stehen in der FIBA-Weltrangliste auf Position sieben. Das nächste große Turnier für sie ist die WM 2027 in Katar.

Anders als im Fußball ist der Nationaltrainer-Posten im Basketball nicht zwangsläufig ein Ganzjahres-Job. Die großen Turniere steigen stets während des Sommers, wenn die nationalen Ligen ohnehin spielfrei haben. Dazu kommen zwei Fenster für Qualifikations- und Testspiele im November und Februar.
Herbert hat reichlich Erfahrung als Nationalcoach, betreute vor den Deutschen schon Georgien und Kanada. Offen ist derzeit allerdings, ob die Bayern dem Zweitjob ihres leitenden Angestellten zustimmen würden.

