Nach einer Europa-League-Pleite am 1. Mai 2025 (0:3 gegen Manchester United) hatte Álvarez sich einer Dopingkontrolle unterziehen müssen. Hier wurde bei ihm der Stoff Canrenon festgestellt, der die Harnausscheidung fördert und so zur Vertuschung von Doping genutzt werden kann. Am Am 2. Juni 2025 akzeptierte der Spieler dann eine freiwillige vorläufige Sperre mit sofortiger Wirkung.
Durch das darauffolgende Disziplinarverfahren der Uefa muss Álvarez jetzt also insgesamt zehn Monate aussetzen. Dabei zählt die bisher abgesessene Zeit mit, gerechnet wird also ab dem 2. Juni. So kann der Spanier ab dem 2. April wieder zum Einsatz kommen, darf dank einer Uefa-Regelung aber schon zwei Monate früher, also ab dem 2. Februar, mit dem Klub trainieren.
Wie kam es zum positiven Dopingtest?
Athletic Bilbao äußerte sich offiziell: „In ihrer Entscheidung erkennt die Uefa an, dass seitens des Spielers keine Absicht vorlag, da als erwiesen gilt, dass die Einnahme der verbotenen Substanz auf die falsche Einnahme eines Präparats seiner Partnerin gegen Haarausfall zurückzuführen ist, das diese Substanz enthielt, ohne dass die Absicht bestand, sich zu dopen. Der Verband erinnert daran, dass der Sportler gemäß den geltenden Vorschriften für seine Handlungen verantwortlich ist und daher vor der Einnahme hätte überprüfen müssen, ob das Medikament zulässig ist.“
„Habe die Befürchtung, dass …“: Verdacht um Nagelsmann!
Álvarez hat seit seiner Krebserkrankung 2016 und der diesbezüglichen Therapie mit Haarausfall zu kämpfen. Schon direkt nach dem Befund hatte der Spieler gesagt: „Seit ich meine Krankheit überwunden habe, befinde ich mich seit Jahren in Behandlung gegen Haarausfall. Nach der Untersuchung des Falles haben wir festgestellt, dass der positive Test darauf zurückzuführen ist, dass ich unfreiwillig ein Präventivmedikament gegen Haarausfall eingenommen habe, das eine verbotene Substanz enthielt.“
Weil Álvarez so keine Absicht unterstellt werden konnte, fällt die Sperre mit einer Länge von zehn Monaten etwas weniger hart aus.

