Es ist angerichtet! Etwas mehr als eine Woche nach dem wilden und spektakulären 5:4 im Parc des Princes treffen der FC Bayern und Paris Saint-Germain heute Abend im Halbfinal-Rückspiel der Champions League erneut aufeinander.
Wer zieht ins große Finale von Budapest ein (30. Mai)? Anpfiff ist um 21 Uhr in München. Im News-Ticker von SPORTBILD.de bekommen Sie viele Infos zum Giganten-Duell.
So spielen die Bayern: Neuer – Laimer, Tah, Upamecano, Stanisic – Pavlovic, Kimmich – Olise, Musiala, Díaz – Kane.
Und so läuft PSG auf: Safony – Zaire-Emery, Marquinhos, Pacho, Mendes – Neves, Vitinha, Ruiz – Doué, Dembélé, Kvaratskhelia.
Champions League: FC Bayern – PSG im Live-Ticker
Countdown bis zum Halbfinal-Kracher
U-Bahn vor Bayern-Kracher geräumt
Aufregung knapp drei Stunden vor Beginn der Kracher-Partie. Am U-Bahnhof Dietlindenstraße in München-Schwabing ist es zu einem größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen. In einer U-Bahn der Linie U6 hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. 1000 Fans mussten in der Folge aus der Bahn raus.
Eine E-Zigarette soll den Feueralarm ausgelöst haben. Auf Videoaufnahmen ist deutlich zu sehen, wie es zu einer starken Rauchentwicklung in einem der Waggons gekommen war.
Rauchentwicklung in der U-Bahn
Foto: x.com/ArthurPerrot
Holland-Legende lästert über Arsenal und Atlético
Auf dieses Spiel hatte er gar keinen Bock! Holland-Legende Wesley Sneijder hat über das Champions-League-Halbfinale zwischen Arsenal und Atlético Madrid abgelästert. Der ehemalige Mittelfeldspieler forderte sogar ein Eingreifen der Uefa.
Bei „Ziggo Sport“ polterte Sneijder nach dem 1:0-Sieg von Arsenal: „Nach 35 Minuten sagte ich: ‚Die Uefa muss eingreifen. Sie müssen in London anrufen: Beide Mannschaften vom Platz, und morgen wird das Finale zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain ausgetragen.‘“
Bei teilweise strömendem Regen blieben in der Partie die Höhepunkte weitgehend aus. Gefährliche Aktionen gab es lange nur im Ansatz. Für die Entscheidung sorgte der Treffer kurz vor der Halbzeit von Bukayo Saka (44.).

Wesley Sneijder (41) polterte im Holland-TV gegen das Halbfinale von Arsenal und Atlético
Foto: Ziggo Sports
Müller-Prognose vor CL-Knaller
Nach dem 4:5 im Hinspiel ist die Lage klar: Für den Triple-Traum braucht der FC Bayern gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain einen Sieg. Ein Tor Vorsprung für die Verlängerung, zwei für den direkten Einzug ins Finale am 30. Mai in Budapest.
Und Klub-Legende Thomas Müller (36) glaubt fest daran. In seinem monatlichen Newsletter schreibt der Weltmeister von 2014, der seit Sommer 2025 für die Vancouver Whitecaps spielt: „Wenn Bayern noch mal 90 Minuten so spielt wie in Paris, dann geht das Ding mit einem oder zwei Toren Vorsprung für unsere Bayern aus. Pack ma’s.“
Ein zweites Neun-Tore-Spektakel erwartet Müller allerdings nicht. Seine Einschätzung: „Ab der 60. Minute haben beide das Ergebnis im Kopf, dann kommen auch die Anpassungen. Wer in Führung liegt, akzeptiert es, etwas tiefer zu verteidigen, und der andere übernimmt das Zepter. Diese Wechselwirkung wird das Rückspiel prägen.“

Thomas Müller (36) spielt mittlerweile bei den Vancouver Whitecaps in der MLS
Foto: Getty Images
Hoeneß: Das macht Olise noch besser als Robben
Er ist einer der besten Transfers der Bayern in diesem Jahrtausend. Michael Olise (24) kam im Sommer 2024 für stattliche 51 Mio. Euro von Crystal Palace. Der Flügelspieler hat sich auf Anhieb auf der rechten Offensivseite festgespielt.[–>
Sein Markenzeichen: von rechts in die Mitte ziehen, und die Kugel mit dem starken linken Fuß aufs lange Eck zirkeln. Eine Bewegung, die bei den Bayern Arjen Robben in zehn Jahren (2009 bis 2019) wie kein Zweiter geprägt hatte. Kein Wunder, dass immer mehr Experten und Verantwortliche die beiden Flügelspieler miteinander vergleichen.
Hatron Uli Hoeneß (74) bei DAZN über den Franzosen: „Er erinnert mich ein bisschen an Arjen Robben. Er hat eine unglaubliche Technik, Laufbereitschaft und Präzision beim Abschluss. Arjen war ähnlich, aber ich finde, dass Michael noch mehr Präzision in seinem unwiderstehlichen Schuss mit dem linken Bein hat. Das kann man nicht verhindern.“

Bayern-Star Michael Olise (24)
Foto: Getty Images
Bayern: Hinspiel-Fluch in der Champions League?
Seit Einführung der Champions League in der Saison 1992/93 haben die Münchner in der K.o.-Phase 16-mal eine Niederlage in einem Hinspiel kassiert. Nur viermal (25 Prozent) drehten die Bayern einen Rückstand und zogen nach einer Hinspiel-Pleite in die nächste Runde ein – jedoch noch nie in einem Halbfinale in Europa.
Warum der Transfer von Bayerns Wunschspieler wackelt
Der Fokus beim FC Bayern ist seit Tagen ausschließlich auf das Rückspiel gegen Paris Saint-Germain gerichtet. Bereits Anfang nächster Woche steht allerdings schon die kommende Saison im Fokus.
In der Münchner Arena wird Max Eberl (52) dem Aufsichtsrat unter Leitung von Präsident Herbert Hainer (71) Rede und Antwort stehen müssen. Der Sportvorstand wird dann ein Update über die Kaderpläne geben. Unter anderem dann ein Thema: Kann sich der Klub den Transfer von Anthony Gordon (25) leisten?
SPORT BILD hatte zuletzt enthüllt, dass es ein Treffen mit dem Gordon-Agenten und den Bayern-Bossen vor zwei Wochen in München gab. Intern wurde das Treffen als Erfolg verbucht. Die Gordon-Seite signalisierte klar: Der Spieler kann sich einen Wechsel nach München vorstellen. Allerdings wurde dabei Eberl & Co. auch klargemacht: Es wird für die Bayern nicht einfach werden, finanziell den Deal mit Newcastle zu stemmen.

Max Eberl (52) hat beim FC Bayern einen Vertrag bis Sommer 2027
Foto: picture alliance/BEAUTIFUL SPORTS
Bayern spielt um Millionen-Prämie
Heute geht es nicht nur um den Final-Einzug in der Königsklasse, sondern auch um mächtig viel Kohle.
Allein für den Final-Einzug schüttet die Uefa 18,5 Mio. Euro aus. Wer den Henkelpott holt, kassiert weitere 6,5 Mio. – plus Supercup-Teilnahme (4 Mio.) und möglichen Siegbonus (1 Mio.). Unterm Strich winken Bayern mit dem Weiterkommen bis zu 30 Mio. Euro.
Das sollte Bayern heute NICHT machen
Bixente Lizarazu (56) kennt beide Seiten. Der Franzose spielte von 1997 bis 2006 für Bayern, wurde mit dem Klub 2001 Champions-League-Sieger – und holte mit Frankreich 1998 den WM-Titel. Im BILD-Interview spricht die Legende über das Rückspiel seines Ex-Klubs gegen sein Heimatland.
Sein klarer Rat an Bayern: bloß nicht zu viel riskieren. „Sie sind vorne mit Olise, Díaz und Kane so gut besetzt, dass sie das auch schaffen können, ohne das Verteidigen zu vernachlässigen.“ Das größte Problem beider Teams im Hinspiel? Zu viele Spieler in der gegnerischen Hälfte – mit fatalen Folgen hinten. Lizarazu: „Wenn du bei deinen Angriffen mit den meisten Spielern in der Hälfte des Gegners bist, ist viel Raum hinter deiner Abwehrreihe frei – und Bayern und Paris nutzen das beide gnadenlos aus. Beide Mannschaften müssen also versuchen, dem Gegner nicht so viel Platz zum Kontern zu geben.“

Ex-Verteidiger Bixente Lizarazu als TV-Experte in Frankreich
Foto: picture alliance/abaca
Kompany gibt seltene Einblicke
Was geht in Vincent Kompany (40) vor? Heute wartet das größte Spiel seiner Trainer-Karriere: das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain. Auf der Pressekonferenz am Dienstag gab Kompany einen seltenen Einblick in sein Seelen-Leben: „Totale Ruhe eigentlich, innerliche Ruhe! Ich versuche, diese Emotion vor dem Spiel und dieses Gefühl nicht zu früh eine Rolle spielen zu lassen.“
Und weiter: „Vorher geht sehr viel über Vorbereitung und Routine, wo ich auch schon einmal versuche, die richtigen Worte für morgen zu finden – was der letzte Satz sein kann für die Mannschaft, um dieses eine Prozent noch zu beeinflussen. Jetzt ist es aber noch sehr ruhig.“

Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) auf der PK
Foto: FC Bayern via Getty Images

